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In der letzten Woche wurde dieses „Angebot“ millionenfach über verschiedene Twitter-Konten verbreitet. Vermeintliche Absender dieser Botschaft waren US-Prominente wie Elon Musk, Barack Obama, Jeff Bezos oder Bill Gates. Über 100.000 USD haben die Hacker mit dieser Masche binnen weniger Minuten erbeutet. Der Krypto-Zahlungsdienstleister Coinbase hat nach eigenen Angaben, nachdem der Vorfall bekannt wurde, weitere Transaktionen im Wert von 280.000 USD blockiert und das Empfängerkonto gesperrt.  

Der materielle Schaden hält sich also auf den ersten Blick in Grenzen. Tatsächlich ist der Reputationsverlust für den Kurznachrichtendienst Twitter um ein Vielfaches höher. Insgesamt 130 Twitter-Konten wurden gekapert und versendeten anschließend die obige Nachricht.   

Mittlerweile wissen wir, dass das Twitter-System nicht von außen geknackt wurde. Der Übeltäter saß oder sitzt mitten im Unternehmen und verfügt über weitreichende Zugriffsrechte auf das Konto- und Versandsystem des eigenen Unternehmens.  

In den Medien wird oftmals der Eindruck erweckt, dass Unternehmen oder auch staatliche Institutionen vor allem von außen angegriffen werden. Das ist so nicht zutreffend. Rund 65 % dieser oder ähnlicher Vorfälle werden quasi aus der Mitte des Unternehmens von den eigenen Mitarbeitern lanciert. Der Twitter-Hack war also eine ganz typische Attacke. Dabei sehen wir als Außenstehende immer nur die Spitze des Eisbergs. Natürlich hängen Unternehmen solche Vorgänge – sofern möglich – nicht an die große Glocke. Diese Dinge regelt man lieber intern, um die Kundschaft nicht zu verunsichern.   

Unternehmen denken Internetsicherheit jetzt völlig neu 

Unternehmen und staatliche Einrichtungen denken das Thema Internetsicherheit inzwischen völlig neu. Es reicht nicht nur, die eigenen Server oder Clouds nach außen abzusichern. Immer mehr schützen sich die Unternehmen nach innen. Das Zauberwort ist hier PAM oder Privileged Access Management.  

Was tun diese PAM-Schutzschilde? Zunächst wird der Kreis der zugangsberechtigten Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens definiert und begrenzt. In einem zweiten Schritt protokolliert PAM die Aktionen der jeweiligen Mitarbeiter. 

Konkret: PAM hätte also den aktuellen Twitter-Hack zunächst nicht unterbunden. Hätte Twitter allerdings mit einem solchen System gearbeitet, würde man den entsprechenden Mitarbeiter jetzt wenigstens kennen, könnte ihn aus dem Unternehmen entfernen und nun entsprechend belangen. PAM-Systeme entfalten Ihre Schutzwirkung also auf dem Weg der Abschreckung. Wer an der Software herumpfuscht oder anderweitig manipuliert, wird also rasch identifiziert und von der Staatsanwaltschaft besucht. Das wirkt 

Bislang standen die Aktien der PAM-Anbieter an der Wall Street eher im Schatten der klassischen Cybersecurity-Unternehmen wie Palo Alto Networks oder Symantec. Wie bereits angedeutet, die Investoren waren in der Vergangenheit eher fokussiert auf die äußere Internetsicherheit. Das ändert sich nun. Der Twitter-Hack gibt das Startsignal für die Hausse der PAM-Aktien. 

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