Lieber Börsianer, 

es gibt Warnsignale, die man ernst nehmen sollte. Ein solches Signal sendete kürzlich Felix Hufeld, der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin): Wir haben das Schlimmste ganz sicher noch nicht gesehen. 

Das Wort des Bafin-Chefs hat Gewicht, immerhin ist er oberster Aufseher aller deutschen Banken. Hufeld widerspricht damit all jenen Ökonomen, die eine schnelle Erholung der deutschen Volkswirtschaft in Aussicht gestellt haben. Er dürfte sich vor allem Sorgen um die unter seiner Aufsicht stehenden Banken machen, deren Geschäftsmodell durch die Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank bereits seit Jahren immer weiter ausgetrocknet wird. Jetzt kommt eine weitere Bedrohung hinzu. 

Staatshilfen verschieben Unternehmenspleiten in die Zukunft 

In der Krise wächst die Gefahr von Zahlungsausfällen für die Banken. Schätzungen zufolge sind in Deutschland bereits mehr als eine halbe Million Unternehmen überschuldet. Genaue Zahlen sind nicht verfügbar, weil die Bundesregierung die Pflicht zur Insolvenzanmeldung vorübergehend ausgesetzt hat. Zudem werden die Probleme vieler Unternehmen derzeit durch Staatshilfen und das Kurzarbeitergeld überdeckt. Doch das geht nicht ewig so weiter. Irgendwann platzt die Bombe. 

Noch ist unklar, wann die Probleme sichtbar werden. Sicher ist nur, je länger das klärende Gewitter aufgeschoben wird, desto gefährlicher wird es. Die größte Gefahr ist, wenn aus der Liquiditätskrise einiger schwacher Unternehmen eine Vertrauenskrise wird. Denn dann werden die Banken viel restriktiver bei der Kreditvergabe vorgehen und können selbst gesunde Unternehmen mit in den Abgrund reißen. Es entsteht eine Kettenreaktion, die zu noch größeren Kreditausfällen führt. 

Das Bankensystem wird auf eine harte Probe gestellt 

Spätestens im Falle einiger größerer Firmenpleiten schwindet auch das Vertrauen der Banken untereinander. Einige Geldhäuser rechnen bereits mit einer mehrere Jahre andauernden instabilen Lage. Erste Rückstellungen für ausfallbedrohte Kredite wurden in den Bilanzen bereits getätigt. Wahrscheinlich werden wir in den kommenden Monaten weitere Rückstellungen und Abschreibungen auf Zahlungsausfälle sehen. 

Die Bafin bereitet sich auf alle möglichen Szenarien vor 

Die Bafin sorgt vor, indem Sie den Banken empfohlen hat, keine Ausschüttungen oder Dividenden mehr zu tätigen. So soll die Kapitaldecke gestärkt werden, um mögliche Kreditausfälle abfedern zu können. Zudem werden die Kreditinstitute im ganzen Euroraum von der Europäischen Zentralbank weiterhin großzügig mit Liquidität versorgt, um eine Kreditklemme zu vermeiden. 

Sie sehen: Die Lage der Banken ist derzeit prekär. Ich kann mir bessere Investitionsmöglichkeiten vorstellen. In meinem Börsendienst RENDITE-TELEGRAMM zeige ich Ihnen Unternehmen, denen die aktuelle Situation nichts ausmacht. Investieren Sie die Unternehmen, die auch jetzt von Erfolg zu Erfolg eilen. 

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