Lieber Börsianer, 

die Börse ist der Ort der Überspannung. Hier vermischen sich Gerüchte und Hoffnungen teils zu einem explosiven Gemisch. Besonders im Vorfeld von Quartalszahlen werden Börsianer nicht selten von großer Erregung erfasst. Da gehen dann plötzlich Nachrichten um, dass Apple (beispielhaft) ein neues sensationelles Produkt auf den Markt bringen wird. Und schon steigen die Kurse. Umgekehrt kennen wir das genauso. Da sei der Umsatz von BMW (wieder beispielhaft) in China dramatisch eingebrochen, und wieder verfallen wir in Hektik.  

So funktioniert Börse und so wird sie auch in 100 Jahren noch sein. Mit der Zeit lernt man als Aktionär den Umgang mit dieser Überspannung. In den vergangenen Jahren beobachte ich allerdings ein neues Phänomen. Marktteilnehmer verbreiten immer öfter gezielt Halbwahrheiten und Fälschungen, um die Kurse einer Aktie in Ihrem Sinne zu beeinflussen.  

Short-Seller aus dem angelsächsischen Raum publizieren – teils unterstützt von ahnungslosen Medien – dubiose Studien und überzeichnen Probleme in einem Unternehmen. Der Zahlungsdienstleister Wirecard oder zuvor das Beteiligungsunternehmen Aurelius können davon ein Lied singen.  

Andere Marktteilnehmer wiederum prognostizieren für ein kleines Biotech-Unternehmen, von dem wir bisher unter Garantie zuvor noch nie gehört hatten, den Durchbruch eines sensationellen Krebspräparates. Diese „exklusiven Nachrichten“ verbreitet man dann gerne in Sozialen Medien etwa unter der Überschrift „Jetzt Krebs besiegt!“.  

Fake News breiten sich an der Börse aus wie ein Virus 

Mittlerweile breiten sich Fake News wie ein Virus an der Börse aus. Viele naive Anleger sind schon Opfer solcher Meldungen und Berichte geworden und bezahlten ihre Gutgläubigkeit teuer. Es gibt allerdings probate Gegenmittel gegen Fake News. 

Zunächst hilft uns immer ein gewisses natürliches Misstrauen. Wenn ein Unternehmen pausenlos am besten noch auf Quartalsbasis Gewinn und Umsatz verdoppelt, dann sind wir als Anleger aufgefordert nochmals nachzubohren. Oft fällt dann das Kartenhaus rasch in sich zusammen.  

In meinen Börsendiensten lege ich deshalb größten Wert auf tiefe Recherche. Im Idealfall arbeite ich immer mit Originalquellen aus den Unternehmen. Ich kaufe und empfehle ausschließlich Unternehmen, deren Geschäftsberichte in einer Sprache verfasst worden sind, die ich problemlos verstehe 

Natürlich schützt mich das nicht immer davor, richtige Informationen mitunter falsch zu interpretieren. Klar ist aber: Es ist grundsätzlich unmöglich eine falsche Information, richtig zu interpretieren. Hier sind Verluste für uns vorprogrammiert. 

Im RENDITE TELEGRAMM ist kein Platz für Fake News. Hier werden Sie immer seriös und verlässlich informiert. Das macht diesen Börsendienst gerade in den heutigen Zeiten der Fake News für Sie so wertvoll.  

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