Warum ich keine Lieblingsaktien habe!

Warum ich keine Lieblingsaktien habe!

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

wie empfinden Sie diesen Sachverhalt eigentlich? Im Inland verliert der Euro praktisch wöchentlich an Kaufkraft. Die Preise im Einzelhandel, in der Gastronomie oder etwa beim Friseur fliegen uns um die Ohren. Auch im Außenhandel ist unsere Währung weich. Gegen den Dollar sackte der Euro in 6 Monaten über 8 % ab. Der Schweizer Franken hingegen legte im gleichen Zeitraum fast 5 % zu.

Der Eindruck trügt nicht. Wir müssen unsere Depots jetzt gezielt „verschweizern“, sprich wir brauchen nun Qualität und Expertise aus der Schweiz. Mehr dazu lesen Sie an dieser Stelle gleich morgen.

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch Maschinenbau-Aktien. Bei der nächsten Krise in der Branche wird sein Depot zwangsläufig in den Keller rauschen. Im Extremfall wird der Mann sogar seinen Job verlieren. Damit hat sich in diesem Fall ein sogenanntes Klumpenrisiko realisiert.

Hier gilt eine eherne Börsenregel: Investieren Sie nicht oder nur sehr vorsichtig in der Branche, in der Sie auch arbeiten. Diese Regel gilt selbstverständlich für Angestellte wie auch Selbständige gleichermaßen.

Sie sehen also: Es ist gefährlich, wenn unsere Gefühle uns die Sinne vernebeln. Hier sind für Sie am Ende Verluste vorprogrammiert. Deshalb meine Empfehlung: Lieben Sie Ihre Frau, Ihre Kinder, Ihre Enkel und von mir aus auch Ihren Hund! Aktien hingegen analysieren Sie sachlich und vernünftig.

Glauben Sie mir, wenn Sie in Ihrem Depot Ihre Lieblingsaktie und Ihre „heiligen Kühe“ abgeschafft haben, werden Sie als Anleger noch erfolgreicher.

Schock: Neobroker Trade Republic vor dem Aus?

Schock: Neobroker Trade Republic vor dem Aus?

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

jüngst habe ich nochmals unsere Nachbarn in der Schweiz „heimgesucht“, bevor der Grenzübertritt aufgrund der vierten Welle möglicherweise wieder mit allerlei Schikanen belastet wird. Dabei habe ich meinen Kollegen Rolf Beerli getroffen, der sich vor allem in seinem Heimatland einen Namen als Immobilien-Unternehmer gemacht hat. Ich zapfe immer gerne seine lokale Expertise des Marktes an, zumal ich derzeit selbst in eine eidgenössische  Immobilien-Aktie investiert bin.

Ich war ziemlich perplex, als ich erfuhr, dass mein Kollege schon seit vielen Jahren nicht nur in Beton investiert, sondern auch umfassend am Aktienmarkt. Tatsächlich hat er wohl nicht ganz unwesentlich dort sein Vermögen gemacht. Dann haben wir uns natürlich als Börsianer fest „geschwätzt“. Nun, ich komme etwas vom Thema ab. Am Freitag berichte ich von der ziemlich innovativen Depotstrategie meines Schweizer Kollegen.

Zum eigentlichen Thema: In den vergangenen ein bis zwei Jahren haben die sog. Neobroker den Markt quasi aus dem Stand aufgeräumt. Ihr revolutionäres Preismodell und ein einfacher Orderprozess haben vor allem jüngere Börsianer in Scharen angezogen. So bedient Marktführer Trade Republic offenbar mittlerweile weit über 1 Million Privatanleger.

Trade Republic schiebt die Aktienorders seiner Kunden in aller Regel zum Börsenmakler Lang & Schwarz an der Börse Hamburg. Dabei bezahlt Lang & Schwarz pro vermittelter Transaktion eine Rückvergütung oder Provision an den Neobroker. Nun steht der hässliche Verdacht im Raum, dass die Neobroker ihre Kunden regelmäßig an den Börsenplatz schieben, der eben die höchste Rückvergütung pro Transaktion bezahlt. Das muss allerdings nicht unbedingt der Börsenplatz sein, an dem der Privatanleger den für sich besten Kurs beim Kauf oder Verkauf einer Aktie erzielt. Hier besteht also ein Interessenkonflikt zwischen dem Broker und seinem Kunden.

Im Prinzip untersagt die EU-Regulierung (Mifid II) jede Form der indirekten oder verdeckten Provisionszahlung. Der Kunde soll also seinen Dienstleister – egal ob Bank, Broker oder Vermögensverwalter – immer direkt bezahlen. Dabei sind die Kosten der Dienstleistung transparent auszuweisen, und zwar bereits vor Abschluss der Transaktion. Nähere Informationen dazu finden Sie hier auf der Webseite der Finanzaufsicht BaFin.

Im Extremfall droht den Neobrokern nun ein Verbot ihres Provisionsmodells. Dann müssten sich hierzulande schätzungsweise rund 2 Millionen Privatanleger einen neuen Broker suchen.

Dieses Extremszenario sehe ich als Praktiker so allerdings erst einmal nicht. Am Ende wird die Aufsicht die Neobroker allerdings zwingen, mittels entsprechend platzierter Hinweistexte transparent und klar über das eigene Geschäftsmodell aufzuklären. Sinnvoll für den Anleger wäre zudem, wenn die Neobroker zumindest eine kleine Auswahl verschiedener Handelsplätze anbieten, damit der Anleger einen besseren Überblick über die diversen Kursstellungen für eine Aktie gewinnt.

Sie sind Kunde etwa der Neobroker Trade Republic, justTRADE oder Scalable? Dann bleiben Sie hier in Börse am Mittag am Ball! Ich werde Sie umgehend über neue Entwicklungen informieren, damit Sie als Anleger rechtzeitig disponieren können.

Massive Steuern drohen uns ­– Bauen Sie jetzt vor!

Massive Steuern drohen uns ­– Bauen Sie jetzt vor!

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

ich schick es gleich vorweg. Wir müssen heute einmal etwas Steuerkunde „pauken“. Ich weiß, das macht keinen Spaß. Entsprechende Kompetenzen können Ihnen allerdings vor allem in der aktuellen Marktkonstellation am Ende erhebliche Zusatzrenditen bescheren. Was meine ich konkret?

Ein fiktives Beispiel: Anleger Guido Glücklich startete vor rund 10 Jahren mit einem Startkapital von rund 100.000 Euro an der Börse durch. Inzwischen hat sich sein Depotstand ungefähr verdoppelt. Dabei hat sich Herr Glücklich immer eher als Langfrist-Investor begriffen. Zu Deutsch: Er hat eigentlich nie richtig verkauft, sondern immer nur aufgebaut. Folglich sitzt er nun auf einem Buchgewinn von 100.000 Euro.

Diese Konstellation mag im Detail etwas künstlich sein. Gleichwohl gilt: Die meisten von uns, die schon etwas länger an „Board“ sind, sitzen derweil auf massiven Buchgewinnen und verdrücken bei der allwöchentlichen Betrachtung Ihrer Depotperformance regelmäßig einige Freudentränen.

Diese Freude kann allerdings rasch getrübt werden, nämlich dann wenn sich Vater Staat an unserem Erfolg beteiligt. So möchte Anleger Glücklich nächstens einmal Kasse machen. Zum Einen traut er dem Braten sprich der fortgeschrittenen Hausse nicht mehr ganz. Zum Anderen verlangt die Partnerin schon seit Jahren nach einer kleinen Ferienwohnung in Südeuropa, um dem hässlichen deutschen Winter künftig zu entgehen.

So macht Guido Glücklich Kasse und verkauft fast das komplette Depot. Zwei Tage später trifft ihn der Schlag. Denn das Depotkonto weist nur noch ein Saldo von 173.625 Euro. Warum sind da keine 200.000 Euro mehr? Wer hat die fehlenden 26.375 Euro eingesackt?

Das Geld lagert nun auf einem der zahlreichen Konten der Bundesrepublik Deutschland und wird nächstens von der neuen Regierung zur Steigerung des Allgemeinwohls verwendet.

Ich wiederhole mich: Nach der nun schon seit über 10 Jahren anhaltenden Hausse lagern in den Depots der Privatanleger milliardenschwere Buchgewinne, die der steuerlichen Erfassung harren. Dieser steuerlichen Erfassung werden wir natürlich nie gänzlich entkommen. Gleichwohl können wir uns vorbereiten bzw. die Steuerlast mindern und weiter in die Zukunft verschieben. Stichwort: Mehr Liquidität im Depot bringt mehr Rendite.

Hierzu brauchen wir vor allem den sog. Verlusttopf Aktien, in dem unsere Depotbank realisierte Kursverluste erfasst. Ich rate generell dazu, diesen Verlusttopf regelrecht zu pflegen. Er sollte immer mit einigen Verlusten bestückt sein, damit wir Kursgewinne, die wir in der Zukunft vereinnahmen möchten, zumindest teilweise steuerfrei stellen können.

Wie das in der Praxis konkret funktioniert, erkläre ich Ihnen heute in der aktuellen Ausgabe des RENDITE TELEGRAMM. Ich erläutere anhand einfacher Praxisbeispiele, wie Sie für die Zukunft steuerlich vorsorgen oder wie Sie sich gleich morgen eine Steuerrückerstattung vom Fiskus besorgen.

Ich garantiere Ihnen, Steueroptimierung funktioniert in jedem Depot und macht aus einem erfolgreichen Anleger einen sehr erfolgreichen. Sie möchten jetzt schon vorbauen, damit der Fiskus nicht mit voller Kelle aus Ihrem Depot schöpft? Dann holen Sie sich hier das RENDITE TELEGRAMM.

Revolutioniert Apple als nächstes die Automobilindustrie?

Revolutioniert Apple als nächstes die Automobilindustrie?

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

bereits vor mehr als fünf Jahren kamen mir die ersten Spekulationen zu Ohren, wonach Apple an einem eigenen Automobil arbeitet. Im vorigen Jahr wurde das Thema populär, als öffentlich bekannt wurde, dass der Technologiekonzern bei einigen großen Herstellern mit seinen Plänen zur Zusammenarbeit abgeblitzt ist. Doch ans Aufgeben denkt Apple nicht.

Der Technologiekonzern befindet sich in einer komfortablen Lage. Der Verkauf von Smartphones, Computern, Uhren und den dazugehörigen Services spült Monat für Monat Milliarden in die Kassen. Da fällt es kaum auf, wenn für die Entwicklung neuer Produkte etwas Geld abgezweigt wird. Apple steht für die Entwicklung eines eigenen Autos mehr Geld zur Verfügung als vielen Autokonzernen.

Doch Apple will nicht einfach nur ein Auto bauen. Wie kürzlich bekannt wurde, plant Apple einen Meilenstein in der Entwicklung autonomer Autotechnik. Ein Großteil der Entwicklung eines hauseigenen Fahrzeug-Chips sei bereits abgeschlossen. Dieser soll zahlreiche Sensoren und Systeme managen, die ein komplett autonomes Fahren ermöglichen. Am liebsten würden die Designer von Apple gleich komplett auf ein Lenkrad im Innenraum des Fahrzeugs verzichten.

Zum Test der Technik soll schon bald eine Testflotte auf öffentlichen Straßen in Kalifornien eingesetzt werden. Die Projektleitung der streng geheimen Apple-Fahrzeugentwicklung unter dem Decknamen „Titan“ will das Auto schon bis 2025 zur Marktreife bringen.

Doch es reicht Apple nicht, bis 2025 ein autonom fahrendes Elektroauto auf den Markt zu bringen und damit gegen die anderen Autohersteller zu konkurrieren. Apple plant nicht weniger als eine Revolution des Automarktes. Denn Apple will seine Autos nicht verkaufen.

Stattdessen sollen die Nutzer eine monatliche Gebühr an Apple überweisen. Damit löst Apple gleich drei Probleme auf einmal. Für die Menschen wird die Benutzung eines Autos billiger, weil die Anschaffungskosten wegfallen. Durch eine Sharing-Flotte löst Apple zudem das Parkplatzproblem in den Städten. Der Nutzer muss keinen Parkplatz suchen, sondern steigt einfach genau dort aus, wo er hinwill. Danach fährt das Auto selbstständig zum nächsten Kunden weiter. Zudem spart Apple die kompletten Kosten für den Vertrieb der Autos.

Auch die aus einem Auto resultierenden Folgekosten fallen für die Nutzer von Apples Autos weg. Es wird keine eigene Garage benötigt. Für Reparaturen, Versicherungen und ähnliches muss kein Geld zurückgelegt werden. Alle Kosten sind durch die Nutzungsgebühren abgedeckt.

Bisher ist das Konzept eine Utopie. Der Schlüssel zur Realisation liegt in der gut abgestimmten Sensortechnik, durch die autonomes Fahren erst möglich wird. Erst wenn sich das Fahrzeug vollkommen selbstständig und ohne Einwirkung eines Fahrers durch selbst dichtesten Stadtverkehr steuern lässt, geht Apples Konzept auf.

Bis es so weit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Klar ist aber schon jetzt: Wenn es gelingt, diesen Weg erfolgreich zu bestreiten, öffnet sich ein neuer Milliardenmarkt. Der Markt für Mobilitätsdienstleistungen ist noch viel größer als der Markt für Unterhaltungselektronik.

Ich werde die Entwicklung deshalb genau im Auge behalten, denn hier entsteht gerade ein spannendes neues Geschäftsmodell, dass im nächsten Jahrzehnt für Furore sorgen könnte.

Viele Unternehmen forschen am autonom fahrenden Auto. Bisher hat niemand ein so ausgeklügeltes Konzept für die spätere Vermarktung entwickelt wie Apple. In meinem RENDITE-TELEGRAMM erfahren Sie als erstes, wer zu den Gewinnern der neuen Ära der Mobilität gehören wird.

Inflation: Die Deutschen begehren auf

Inflation: Die Deutschen begehren auf

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

haben Sie es zufällig zuletzt mitbekommen? Das deutsche Boulevardblatt BILD-Zeitung hat einen massiven Angriff mit allen Schikanen gegen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geritten. Dabei biss man sich in besonderer Weise an unserer obersten Währungshütern Christine Lagarde fest. Die stets adrett in Chanel gekleidete Französin ruiniert mit ihrer ultralockeren Geldpolitik den deutschen Rentner und Sparer, so der Tenor der groben Attacke.

Was auch immer man von diesem BILD-Beitrag halten mag, die Redaktion hat die Stimmung in Deutschland wie so oft gut erfasst und auf den Punkt gebracht. Uns schlägt der allwöchentliche Besuch im Supermarkt unserer Wahl oder auf dem örtlichen Stadtmarkt mächtig aufs Gemüt. Die Preise ziehen aller Orten an. Währenddessen werfen konventionelle Zinsanlagen nichts mehr ab.

Bekanntlich hegt der Deutsche schon seit vielen Jahren eine gewisse Reserve gegenüber einer Geldpolitik, die sich aus unserer Sicht zu stark an den Bedürfnissen Südeuropas orientiert. Im Kessel steigt also der Druck und lang gehegte Sorgen brechen sich Bahn.

Freilich muss ich an dieser Stelle zumindest eine kleine Lanze für Madame Lagarde brechen. Die Forderung nach einer Straffung der Geldpolitik ist populär, gleichwohl platt, zu platt. Tatsächlich befindet sich die Geldpolitik in einem Dilemma.

Was meine ich? Ohne Zweifel liegen die Ursachen der neuen Inflation in einer weit verbreiteten Unterversorgung des Marktes mit elektronischen Bauteilen oder etwa Energierohstoffen wie Öl, Gas und Lithium. Diese Unterversorgung werden wir nur beseitigen, wenn wir investieren und neue Produktionskapazitäten für die genannten Rohstoffe aufbauen.

Das kostet allerdings Geld bzw. Fremdkapital, und so ist es wenig zielführend, nun durch eine Straffung der Geldpolitik die Finanzierungskosten für die Unternehmen zu verteuern.

Anders formuliert: Den Notenbanken dieser Welt sind derzeit teilweise die Hände gebunden. Was bedeutet das für uns? Die Inflation wird auch in den kommenden Monaten und – im worst case-Szenario – sogar in den kommenden Jahren fortbestehen. Keine schöne Botschaft für uns als Verbraucher!

Für uns als Investoren stellt sich das Bild hingegen etwas differenzierter dar. Generell gilt: Inflation beißt in die Gewinne der Unternehmen, da diese steigende Kosten für Vorprodukte oder Dienstleistungen in der Praxis nicht eins zu eins auf den Kunden umwälzen können. Und selbst wenn, entsteht daraus kein Wachstum.

Es gibt allerdings auch Unternehmen, die von dem aktuellen Marktumfeld ganz erklecklich profitieren. Das sind beispielsweise Unternehmen, die die eingangs erwähnten begehrten Rohstoffe wie Öl oder Lithium profitieren. Natürlich steigen auch für diese Inflationsprofiteure die Herstellungskosten pro Einheit. Allerdings der Endpreis pro Einheit steigt üblicherweise um ein Vielfaches stärker.

Eine simple Rechnung: Für den US-Multi Chevron sind im laufenden Jahr die Kosten vielleicht um 10 % gestiegen. Der Preis des Endproduktes Öl freilich ist seit Jahresanfang um über 60 % gestiegen. In der Summe steigert Chevron den Gewinn pro Einheit also um 50 %.

Nun, ich möchte Sie jetzt nicht in Öl-Aktien „hineinschreiben“. Diese Branche ist nur ein Beispiel für zahlreiche andere Inflationsgewinner aus anderen Branchen.

Sie möchten jetzt wissen, welche Aktien bzw. Branchen von der neuen Inflation profitieren und von welchen Aktien man jetzt lieber den Orderfinger weg lässt? Gleich in der nächsten Woche erkläre ich Ihnen in den Premium-Chancen anhand konkreter Beispiele, wie Sie dafür sorgen, dass zumindest in Ihrem Depot die Substanz oder Kaufkraft immer erhalten bleibt und idealerweise sogar noch ausgebaut werden kann. Mehr zu meinem Börsendienst erfahren Sie hier.