China auf dem Weg zur Weltmacht

China auf dem Weg zur Weltmacht

Lieber Börsianer, 

die Volksrepublik China ist ohne Zweifel der kommende Gigant der Weltwirtschaft. In absehbarer Zeit wird man gemessen am Bruttoinlandsprodukt die Euro-Zone hinter sich lassen. In vielen Marktsegmenten sind die Chinesen heute schon jetzt uneinholbar führend.  

Beispiel Agrarsektor: Derzeit produzieren chinesische Mastbetriebe rund 55 Millionen Tonnen Schweinefleisch pro Jahr. In den Ställen der Unternehmen und Landwirte stehen im Reich der Mitte rund 440 Millionen Schweine. Zum Vergleich: In den Betrieb der EU und der USA stehen zusammengenommen etwas über 220 Millionen Stück.  

Daneben werden im Reich der Mitte jährlich 60 Millionen Tomaten produziert. In der EU kommen wir auf rund 18 Millionen Tonnen.  

Aber auch im Bereich der Technologie und Hochtechnologie ist China mittlerweile führend. So wurden in den letzten 12 Jahren in China 31.000 Kilometer Schienen für Hochgeschwindigkeitszüge (über 200 km/h) verlegt. Bis 2025 wird das Hochgeschwindigkeits-Netz voraussichtlich nochmals um 7.000 Kilometer erweitert. Zum Vergleich: Im Rest der Welt liegen rund 25.000 Kilometer Hochgeschwindigkeits-Schienen.  

Jedes Jahr melden chinesische Unternehmen oder Privatpersonen 1,4 Millionen Patente an. Dahinter folgen die USA mit etwas über 600.000 Neuanmeldungen pro Jahr. Das asiatische Land hat in den vergangenen Jahren in Rekordzeit eine gigantische Internet- und Softwarebranche aufgebaut. Das belegen Unternehmen wie Alibaba, Tencent, Huawei oder Baidu. Längst wird auch dort künstlich intelligent programmiert oder an Roboterautos gearbeitet.  

China hat bisher nur ein Bruchteil seines Entwicklungspotenzials gehoben 

Trotzdem ist das Land immer noch rückständig und unterentwickelt. Vor allem der Osten und Norden gehört immer noch zu den ärmsten Regionen Asiens. Aber selbst im Durchschnitt hängt China derzeit – gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf – immer noch hinter Ländern wie Montenegro oder Argentinien zurück.  

Aber die Chinesen holen diesen Rückstand mit einer enormen Geschwindigkeit auf. So steigerte man in den vergangenen 10 Jahren das Bruttoinlandsprodukt um 166 %. Eine reife Volkswirtschaft wie etwa die deutsche ist im gleichen Zeitraum nur noch um 17 % gewachsen.  

China ist also einerseits ein Land enormer (sozialer) Gegensätze, andererseits ist es gleichzeitig auch das Land der quasi unbegrenzten Möglichkeiten. Man hat sein Wachstumspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft 

Sicherlich ist der dortige Aktienmarkt nicht immer ganz einfach. Es fehlt vor allem an Transparenz und teilweise auch rechtlicher Sicherheit. Vor allem die private Anlegerschaft agiert oft kopflos und verfügt nicht über das Informationsniveau oder die Erfahrung mitteleuropäischer Anleger. Daher tendiert der Markt zu irrationalen Euphorieschüben und mitunter extremer Volatilität 

Trotzdem: Diesen faszinierenden Markt müssen wir als Börsianer im Blick haben. Und noch mehr: 20 % Ihres Depotvermögens dürfen Sie hier immer anlegen. Chinesische Wachstumsaktien finden Sie daher auch immer wieder im Trenddepot des RENDITE TELEGRAMM. 

Warum Sie Auslandsaktien bis jetzt zu teuer gekauft haben

Warum Sie Auslandsaktien bis jetzt zu teuer gekauft haben

Lieber Börsianer, 

heute Morgen war ich schon ganz fleißig und habe die Aktie des US-Versicherers Aflac ohne Limit in New York bestellt. Insgesamt werde ich für diesen Kauf exakt 0,61 % gemäß der Kosteninformation der Deutschen Bank (Maxblue) bezahlen. Daneben habe ich eine limitierte Verkaufsorder für die Aktie des britischen Netzbetreibers National Grid an den Börsenplatz London gegeben. Das wird mich bei Ausführung exakt 0,7 % vom Transaktionsvolumen kosten.  

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Ist der Mann noch ganz bei Trost? Schließlich handeln wir an deutschen Börsenplätzen deutlich kostengünstiger als im Ausland. Und in der Tat hätte ich beide Aktien etwa über Tradegate für rund 0,3 % kaufen bzw. verkaufen können.  

Deshalb scheuen viele Privatanleger die Auslandsorder wie der Teufel das Weihwasser. Die Auslandsorder gilt allgemeinhin als vergleichsweise teuer. Auch die zuvor aufgeführten Zahlen scheinen diesen Eindruck zu bestätigen, oder? 

Ich nehme es gleich vorweg: Der erste Eindruck trügt. Denn der Kostenausweis Ihrer Bank unterschlägt den sogenannten Spread, also den Aufschlag oder Mehrpreis, den Sie gerechnet auf den Geldkurs der Aktie bezahlen.  

Beispiel Aflac: Die Aktie kostete, als ich diese Zeilen schrieb, auf Tradegate exakt 46,005 Euro. Tatsächlich muss der Käufer allerdings 46,455 Euro (Briefkurs) bezahlen. Das entspricht also einem satten Aufschlag von 0,97 %. In New York werde ich heute Nachmittag allerdings nur einen minimalen Spread von maximal 0,02 % bezahlen. Der Spread an der Heimatbörse fällt also nicht wirklich ins Gewicht.  

Das gleiche Bild bei National Grid: Auf Tradegate berappe ich aktuell einen satten Spread von 1,08 %, in London liegt der Spread aktuell hingegen lediglich bei 0,02 % 

Sie verstehen bereits, worauf ich hinauswill. Tatsächlich bezahle ich in Deutschland inclusive Spread für die Aflac-Transaktion über 1,2 % des Transaktionsvolumens, in den USA – trotz der höheren Bankspesenberappe ich lediglich 0,61 %. Hier ist also tatsächlich die Inlandsorder doppelt so teuer wie die vergleichbare Auslandsorder.   

Achten Sie immer auf das Handelsvolumen! 

Also kaufen Sie künftig Apple, Amazon oder Coca-Cola nicht mehr an einem deutschen Börsenplatz, sondern besser in New York, oder? Hier müssen wir differenzieren. Auslandsaktien, die hierzulande bekannt und beliebt sind, werden in der Praxis in Deutschland mit einem starken Volumen gehandelt. Deshalb ist der Spread vergleichsweise gering. So weist die Apple-Aktie derzeit nur einen kleinen Spread von 0,14 % auf. In diesem Fall ist folglich die Inlandsorder für Sie günstiger.  

Setzen Sie hingegen auf Auslandsaktien, die hierzulande eher unbekannt sind, sollten Sie sich diese Titel eher an der Heimatbörse besorgen. Wie von mir eingangs nachgewiesen, kommen Sie hier spesenseitig in der Regel deutlich besser weg als mit einer Inlandsorder.  

Hier gilt eine einfache Regel: Je stärker das Handelsvolumen einer Aktie, desto geringer der Spread. Umgekehrt gilt: Schwach gehandelte Aktien weisen immer einen höheren Spread auf und sollten daher bevorzugt an ihrer Heimatbörse erworben bzw. verkauft werden.  

Noch ein Profi-Tipp für Sie: Tatsächlich ist der reibungslose Handel von Auslandsaktien in Deutschland nicht immer gewährleistet. So können Sie derzeit z.B. die Aktie von Standard Lithium hierzulande kaum noch für einen halbwegs fairen Preis verkaufen. Der Titel wurde in der Vergangenheit von einigen spekulativen Börsenbriefen massiv gehypt. Zuletzt schwand allerdings die Begeisterung für den Lithium-Explorer und der Handel trocknete hierzulande weitgehend aus. Und da, wo kein Käufer ist, werden Sie auch nichts verkaufen. 

Noch ein Beispiel: Bekanntlich können wir derzeit an deutschen Börsenplätzen keine Schweizer Aktien mehr handeln. Lediglich im Direkthandel kommen Sie zu Ihren Stücken. Aber Achtung: Diese Sondersituation hat die Spreads im Direkthandel stark getrieben. So bezahlen Sie hier derzeit selbst für Schweizer Standardtitel mindestens 0,5 % (Spread) mehr als am Börsenplatz Zürich.  

Fazit: Im Prinzip bevorzugen Profi-Anleger immer den Kauf an der Heimatbörse. Nur wenn die Inlandsorder einen klaren Preisvorteil bietet, kauft der Profi eine Auslandsaktie an einem deutschen Börsenplatz. Den echten Preis einer Order erkennen Sie immer erst dann, wenn Sie zu den ausgewiesenen Bankspesen den Spread des jeweiligen Börsenplatzes addieren.  

Aflac: Sie brauchen diese Aktie!

Aflac: Sie brauchen diese Aktie!

Lieber Börsianer, 

ich schmücke mich nicht mit fremden Federn. Diese Aktie hat mir vor einigen Monaten einer meiner Kunden vorgeschlagen: Aflac. Mir war dieses US-Unternehmen zunächst auch dem Namen nach unbekannt. Mit dieser Unkenntnis war ich in Deutschland nicht allein. So wird der Titel normalerweise hierzulande überhaupt nicht gehandelt, obwohl die Aktie dieses US-Versicherers im S&P 500 vertreten ist und derzeit fast 38 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung auf die Börsenwaage bringt.  

Hier haben wir uns in Deutschland einen echten Highflyer durch die Lappen gehen lassen. So legte die Aktie allein in den vergangenen 5 Jahren um über 81 % zu. Rechnen Sie noch die Dividende für diesen Zeitraum hinzu, kommen Sie auf eine Gesamtperformance von über 107 %. Zum Vergleich: Die Allianz-Aktie schaffte inclusive Dividenden in diesem Zeitraum einen Zuwachs in Höhe von 86 %, während der DAX – bekanntlich ebenfalls inclusive aller Dividenden – ein Plus von 68 % schaffte.  

 

Was macht Aflac so stark? Zunächst der Versicherungsbereich, in dem man nicht aktiv ist. So bietet der US-Versicherer keine Sachversicherungen an und leidet daher nicht unter dem Klimawandel. Wenn es stürmt, regnet oder hagelt, das ist für Aflac kein Versicherungsfall.  

Aflac konzentriert sich ausschließlich auf den Bereich der Personenversicherungen. Man versichert Unfallrisiken, Krebs und andere schwere Krankheiten und Augenleiden. Daneben vertreibt das Unternehmen Unfallversicherungen oder Policen für kurzfristige Verdienstausfälle aufgrund von Krankheit (Krankentagegeld).  

Klarer regionaler Fokus auf Japan und USA 

Auch regional hat sich das Unternehmen klar fokussiert. So hat Aflac kein Interesse an dem konkurrenz-intensiven mitteleuropäischen Markt. Stattdessen setzt man in erster Linie auf Japan und den Heimatmarkt USA. In Japan hat man dabei bereits vor einigen Jahren die Post als Vertriebspartner gewonnen. Japan Post agiert dort eben nicht nur als Auslieferer von Briefen und Paketen, sondern bietet in 20.000 Postfilialen zusätzlich Versicherungs- und anderen Finanzlösungen an. So hat Japan Post im vergangenen Jahr 25 % der Aflac-Policen verkauft.  

Auf dem Heimatmarkt profitiert der US-Versicherer davon, dass viele Krankenversicherte nur unzureichend abgesichert sind und deshalb gezwungen sind, weitere Ergänzungs- bzw. Zusatzversicherungen abzuschließen. Spätestens wenn ein Patient in den USA ins Krankenhaus muss, deckt die Hauptversicherung nur rund 60 % der Kosten ab.  

Buy on dips – Kaufen Sie in der Kursdelle!  

Wie Sie unschwer am vorangestellten Chartbild erkennen, hat die US-Aktie in den vergangenen Wochen etwas gelitten und sackte von einem historischen Rekordkurs rund 14 % zurück. Was ist der Hintergrund? 

Offenbar hat Japan Post zuletzt viele Aflac-Policen recht aggressiv vertrieben. Hier wurden die Versicherten beim Abschluss unsauber beraten. Zudem wurden teilweise Prämien doppelt eingezogen. Nun muss der Aflac-Vertriebspartner rund 100.000 Abschlüsse im Zeitraum zwischen Mai 2018 und Mai 2019 nochmals öffnen und möglicherweise auch rückabwickeln. Das hat kurzfristig natürlich den Ruf des US-Versicherers auf dem japanischen Markt geschädigt. So brach das Neugeschäft in Japan im vergangenen Quartal spürbar ein.  

Gleichwohl ist man in der Unternehmensführung optimistisch, dass dieser Rückgang im Neugeschäft vorübergehender Natur ist. Derzeit klärt Aflac die Vorgänge in Japan umfassend auf, um das verlorene Vertrauen wieder zurückzugewinnen. 

Nun, es gibt nun einmal keine Kursdelle ohne schlechte Nachrichten. Davon lasse ich mich allerdings nicht beeindrucken, sondern werde mir jetzt einige Stücke dieses konservativen Highflyers ins Depot holen. Dabei freue ich mich schon jetzt auf die Dividende des Unternehmens. In den vergangenen 5 Jahren hat Aflac die Dividende im Durchschnitt um 8,5 % pro Jahr gesteigert. Dabei war Aflac bisher durchaus geizig und hat nur rund ein Viertel des Gewinns ausgekehrt. Mit anderen Worten: Selbst wenn es in diesem Unternehmen einmal kurzfristig nicht läuft, ist das für Aflac kein Grund, die Dividende nicht trotzdem weiterhin jährlich anzuheben.  

Wer ist eigentlich Alexander von Parseval?

Wer ist eigentlich Alexander von Parseval?

Lieber Börsianer, 

in den vergangenen Wochen haben wieder zahlreiche Börsianer und auch Neu-Börsianer meinen täglichen Dienst für sich entdeckt. Lassen Sie mich dies zum Anlass nehmen, um mich nochmals bei Ihnen vorzustellen. Sicherlich interessieren Sie sich dafür, wer ich eigentlich bin und was ich bisher im Leben gemacht habe.  

Ich entstamme ursprünglich einer französischen Bankiersfamilie, die im 19. Jahrhundert die Banque Dupuy de Parseval (BDP) mitbegründet hat. Diese Bank besteht heute in der siebten Generation fort und ist mittlerweile Bestandteil der französischen Bankengruppe Banque Populaire 

Die Geldanlage und die Börse waren mir also quasi in die Wiege gelegt. Mein Berufsweg war früh vorgezeichnet. Die notwendige harte Kompetenz habe ich mir in einem Studium – unter anderem der Volkswirtschaftslehre – in Augsburg und Grenoble besorgt. Kurzzeitig habe ich im Stab des damaligen Finanzministers Theo Waigel gearbeitet und dabei an der Vorbereitung und Einführung des Euro mitgewirkt. 

Anschließend heuerte ich als Junior-Analyst bei einem Münchener Börsendienstleister an und war dort für den US-Markt zuständig.  

2003 schließlich habe ich gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen für Vermögensberatung gegründet. Heute betreue ich gemeinsam mit einem Augsburger Vermögensverwalter wohlhabende Privatkunden in Deutschland und Österreich.  

Ich habe ziemlich schnell verstanden, dass die Finanzbildung oder genereller formuliert die Aktienkultur in Deutschland seinerzeit nicht sehr ausgeprägt war. Deshalb habe ich 2011 gemeinsam mit einem Bonner Verlag den Börsendienst Der Parseval konzipiert und auch auf den Markt gebracht. Ich wollte erklären, wie Börse funktioniert und vor allem das Börse keineswegs immer nur spekulatives Teufelszeug ist. Ich bin der Überzeugung, dass es neben der Immobilie keine bessere Form der privaten und freien Altersvorsorge gibt.  

Seit diesem Jahr teile ich die Ergebnisse und Erkenntnisse meiner täglichen Börsenarbeit im Rahmen des Börsendienstes RENDITE TELEGRAMM mit unzähligen Privatanlegern und auch einigen Profi-Investoren. Im RENDITE TELEGRAMM konzentriere ich mich besonders auf wachstumsstarke Unternehmen aus Zukunftsbranchen wie etwa Internet, Medizintechnik, Neue Mobilität oder etwa Künstliche Intelligenz. Hier wird gewissermaßen unsere Zukunft gemacht. Damit verdienen viele Unternehmen aus diesen Branchen sehr gutes Geld. Generell: Wir leben bereits seit über 10 Jahren in einer Phase des forcierten technischen Fortschritts und der technologischen Veränderung. Genau in diesem Zentrum verdienen Sie als Börsianer die überdurchschnittliche Extra-Rendite.  

Als Analyst und Depotbetreuer, der für die Vermögen anderer Menschen zuständig ist, lernen Sie sehr schnell, was Verantwortung bedeutet. Das schlägt sich auch im RENDITE TELEGRAMM nieder. Deshalb investieren wir hier immer mindestens zur Hälfte in etablierte Marktführer der Tech-Branchen. Das erhöht die Stabilität in Ihrem Depot. Neben diesen Marktführern setze ich gezielt auf eher jüngere Unternehmen, die den Markt noch nicht erobert haben. Diese Unternehmen – im Idealfall die neue Facebook oder Amazon – verfügen über enormes Potenzial. 

Ein Beispiel hierfür ist etwa die Isra Vision aus Darmstadt. Das Unternehmen entwickelt komplexe Steuerungssysteme (Machine Vision) für die Industrie und gilt jetzt schon als einer der global führenden Trendsetter- Unternehmen im Segment Industrie 4.0. Bereits seit einigen Wochen geht dieser Titel durch die Decke und beschert uns prächtige Kursgewinne.  

So werden Sie jeden Tag ein besserer und erfolgreicherer Börsianer 

Abschließend komme ich nochmals auf die Aktienkultur in Deutschland und auch Österreich zurück. Mein Ziel ist es, über die Börse sachlich zu informieren, damit Sie als Börsianer die großartigen Chancen des Kapitalmarktes erkennen. Ich möchte, dass Sie möglichst jeden Tag aus meinen Diensten neue wertvolle Erkenntnisse ziehen, kurzum, dass Sie ein noch besserer und erfolgreicherer Börsianer werden.   

Ich wiederhole mich: Börse ist großartig, und Sie profitieren davon mit meiner Hilfe. 

Deutsche Tech-Perle vor der Übernahme?

Deutsche Tech-Perle vor der Übernahme?

Lieber Börsianer,

in London bahnt sich eine staatsrechtliche Krise veritablen Ausmaßes an. So hat Premierminister Boris Johnson angekündigt, den jüngsten Parlamentsbeschluss zu ignorieren. Er lehnt es ab, in Brüssel nochmals nach einer Verschiebung des Brexit-Termins nachzusuchen. Mit dieser Causa werden sich nun in London die höchsten Gerichte befassen müssen.  

Aber es gab auch gute Nachrichten: So sollen neue Handelsgespräche zwischen Peking und Washington, möglicherweise noch im September, stattfinden. Am Markt wächst damit die Hoffnung, dass der Handelskonflikt zumindest etwas entspannt werden kann. Gleichzeitig hat sich in Rom eine neue Regierungskoalition gebildet, die also relativ pro-europäisch gelten darf. In der Folge sanken die Risikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen spürbar.  

Vor diesem Hintergrund entwickelten sich die wichtigen Indizes weltweit positiv. Der DAX und der NASDAQ 100 rückten um rund 2 % voran, während der marktbreite S&% 500 sogar um 3 % zulegte.  

In dieser und der nächsten Woche wird nochmals die Geldpolitik eine wichtige Rolle spielen. So tagt die EZB an diesem Donnerstag. Die Markterwartungen sind klar: Die Investoren rechnen damit, dass der Zinssatz für Bankeinlagen von minus 0,4 auf mindestens minus 0,5 % gesenkt wird. Ferner rechnet man damit, dass das im vergangenen Jahr ausgesetzte Anleihenkaufprogramm wieder aufgenommen wird.  

Mit anderen Worten: Die Zinsen der Euro-Zone und ganz generell in Europa werden auf absehbare Zeit sehr niedrig bleiben. Das belegt auch die aktuelle Anleihenemission der Siemens. Das Unternehmen hat sich am Rentenmarkt mit frischem Kapital im Volumen von 3,5 Milliarden Euro eingedeckt. Die Papiere stießen auf gute Nachfrage, obwohl die Investoren – gerechnet auf die Endfälligkeit – sowohl in der zwei- als auch in der 5jährigen Tranche garantiert Geld verlieren werden.  

Beide Tranchen rentieren nämlich deutlich im Minus. Noch nie zuvor wurden am Primärmarkt derart schwach verzinste Anleihen angeboten und auch verkauft. Das ist ein Indiz dafür, dass viele Investoren sogar kurz- und mittelfristig mit weiter sinkenden Marktzinsen rechnen. Für die Unternehmen ist das natürlich ein Fest. Selbst bonitätsschwache Unternehmen wie etwa ThyssenKrupp oder Südzucker haben derzeit besten Zugriff auf billiges Fremdkapital.  

In der nächsten Woche wird dann die US-Notenbank Fed tagen. Grundsätzlich sind die US-Währungshüter bereit, den Leitzins nochmals zu senken. Unklar ist derzeit allerdings, ob dies bereits im September geschehen wird. Jüngst erklärte Jerome Powell, Präsident der Notenbank, dass er nicht mit einem Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession rechnet. Möglich also, dass die Fed den bisherigen Zinssatz unverändert belässt.  

Fazit: Wenn die Börsen in den nächsten Wochen weiter nach oben wollen, die Notenbanken werden dem nicht entgegenstehen.  

Investoren decken sich bei Nachzüglern ein – Trendtitel Isra Vision geht durch die Decke 

In der vergangenen Woche waren vor allem Nachzügler und Rohrkrepierer der Vergangenheit gefragt. So rückte der Telekom-Titel United Internet um 10 % voran, nachdem das Unternehmen erklärte hatte, dass man den Ausbau des neuen 5G-Netzes aus den laufenden Einnahmen bestreiten kann. Ähnlich stark auch ThyssenKrupp sowie Schaeffler. Die Aktie des Autozulieferers hatte sich in den vergangenen 3 Jahren ungefähr halbiert. Jetzt sind die Investoren offensichtlich der Meinung, dass die Korrektur der Schaeffler-Aktie allmählich beendet werden kann. 

Noch stärker präsentierte sich in der vergangenen Woche nur die Aktie der Isra Vision, die ich im Trenddepot des RENDITE TELEGRAMM halte. Der TecDAX-Titel verbesserte sich auf Wochensicht um rund 18 %.   

Was sind die Hintergründe? Der Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzende Enis Ersü wird in absehbarer Zeit aus dem operativen Geschäft aussteigen. Bislang fand man allerdings wohl noch keinen Nachfolger. Das befeuert nun Gerüchte, dass das kleine Tech-Unternehmen – Marktkapitalisierung knapp 900 Millionen Euro – übernommen wird.  

Nun, warten wir die weitere Entwicklung bei Isra Vision ab. Ich halte Sie im RENDITE TELEGRAMM auf dem Laufenden.