Neuer Software-Champion aus Deutschland startet an der Börse durch

Neuer Software-Champion aus Deutschland startet an der Börse durch

Lieber Börsianer, 

darauf mussten wir hierzulande fast 20 Jahre warten. Erstmals seit dem Infineon-Börsengang (2000) startet wieder ein milliardenschwerer Tech-Champion aus Deutschland an der Börse durch. Derzeit läuft die Zeichnungsphase für die Aktien des schwäbischen Software-Unternehmens TeamViewer. Die Aktien werden in einer Spanne zwischen 23,50 und 27,50 Euro den Investoren zur Zeichnung angeboten. Am 25. September wird die Aktie dann erstmals an der Börse gehandelt.  

Jetzt schon absehbar wird das Unternehmen am Tag der Erstnotiz eine Marktkapitalisierung von mindestens 5,5 Milliarden Euro auf die Börsenwaage bringen. Anders gesprochen: Hier kommt nicht irgendeine Software-Klitsche, sondern ein echter Brummer an die Börse. Möglicherweise wird das Unternehmen bereits im kommenden Jahr in den MDAX aufrücken.  

Was macht TeamViewer eigentlich?  Das Unternehmen mit Sitz in Göppingen schließt vereinfacht gesprochen Computer und andere internetfähige Endgeräte zusammen. Beispiel: Sie wollen gemeinsam mit einem Kollegen, der an einem anderen Standort arbeitet, an einem Softwareprojekt arbeiten. Mittels TeamViewer verbinden Sie nun Ihre Rechner und können sich sogar den Bildschirm teilen (Screen Sharing). Oder: Ihr Rechner im Büro zickt. Der firmeneigene Experte loggt sich nun per Internet in Ihren Rechner ein und führt quasi nebenbei eine Fernwartung durch. Die entsprechenden Reparaturen erledigt er selbstverständlich ebenfalls aus der Ferne.    

Zunehmend Verbreitung in den Unternehmen finden auch die sogenannten Webinare. Hierbei handelt es sich um ein internet-gestützte Schulung für Mitarbeiter, Partner etc. Vor einigen Jahren mussten Unternehmen – etwa bei der Einführung einer neuen Software regelmäßig die ganze Abteilung versammeln. Das war aufwändig. Termine mussten gefunden werden, Räume geblockt werden, Snacks beschafft werden und natürlich brauchte man auch einen Overhead-Projektor. Solche Aktionen gehören heute auch dank der diversen TeamViewer-Anwendungen der Vergangenheit an.  

Unternehmen sieht Marktpotenzial von 30 Milliarden Euro  

Keine Frage: Die Schwaben sind in einem heißen Trendmarkt tätig. Screen Sharing, Fernwartung, gemeinsame Online-Projekte oder etwa Videoschaltungen erleichtern Arbeitsprozesse und vor allem sparen in den Unternehmen Zeit und Geld. TeamViewer selbst prognostiziert für diese Anwendungen bis 2023 ein Marktpotenzial von rund 30 Milliarden Euro.  

Und auch die letzten Geschäftszahlen der Schwaben bestätigen diesen Eindruck. So steigerte man 2018 den Umsatz um 86 % auf 258 Millionen Euro. Im laufenden Jahr schaffte man bislang ein Umsatzwachstum von 78 %. Erfreulich ist zudem, dass das Unternehmen operativ bereits profitabel arbeitet. Das ist nun gerade bei jungen Software-Unternehmen definitiv nicht die Regel.  

Ich sehe allerdings auch Probleme: Die Schwaben wühlen ausgerechnet in einem Marktsegment, in dem traditionell Software-Unternehmen aus den USA den Ton angeben. Sprich: In diesem Marktsegment arbeiten Sie nicht unbedingt konkurrenzfrei. So weist TeamViewer im Emissionsprospekt eine satte ChurningRate von knapp 10 % auf. Zu Deutsch: Fast jeder 10. Kunde springt ab und wechselt zur Konkurrenz. Gute Software-Unternehmen schaffen hier teils Raten von unter 5 %. Noch ein ähnliches Problem: TeamViewer lebt gegenwärtig stark vom Neugeschäft, während sich die Bestandskunden mit neuen Aufträgen offensichtlich zurückhalten. Vergleichbare US-Unternehmen wie Slack, Zoom oder Twilio schneiden im Bestand deutlich besser ab.  

Vielleicht können Sie sich einige Stücke der zurzeit recht begehrten Aktien sichern. Dann dürfen Sie mit schnellen Zeichnungsgewinnen von rund 10 % rechnen. Ansonsten rate ich Ihnen bei diesem neuen Mitglied des deutschen Kurszettels erst einmal zur Zurückhaltung. Hier gilt: Bei Börsengängen wird oftmals zu teuer eingekauft. Den guten Einstiegskurs sehen Sie in der Regel immer erst einige Monate nach dem Börsengang. So war es etwa bei Facebook oder Alibaba. TeamViewer wird da keine Ausnahme machen.  

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende. Wir „sehen“ uns nächste Woche! 

Weltpremiere im Erzgebirge: Erster Zug fährt ferngesteuert

Weltpremiere im Erzgebirge: Erster Zug fährt ferngesteuert

Lieber Börsianer, 

das ist faszinierend. Erstmals steuerten Techniker des britischen Telekomkonzerns Vodafone ein Schienenfahrzeug voll ferngesteuert. Der Lokführer befand sich dabei einige hundert Meter entfernt in einer Steuerzentrale. Die Steuerbefehle für den Thales-Zug übermittelte der Lokführer nahezu in Echtzeit über ein 5G-Netz. Eigens für diesen Zweck hatte Vodafone eine 5G-Sendestation auf einem Testgelände (Smart Rail Connectivity Campus) im Erzgebirge errichtet.  

Der Testzug ist mit einem hochauflösenden Kamerasystem ausgestattet und übermittelt die Bilder der Fahrstrecke direkt in die Steuerzentrale. Das technische Problem bisher: Die Signale, also in dem Fall die Bilder vom Führerstand bzw. die Steuerbefehle des Lokführers aus der Zentrale wurden mit einer erheblichen Verzögerung übertragen. In der Praxis hätte sich ein solcher Zug aus Sicherheitsgründen bestenfalls in einer höheren Schrittgeschwindigkeit fortbewegen können.  

Dank 5G-Standard konnten die Vodafone-Techniker dieses Problem lösen. So übertragen und empfangen die 5G-Modems die Signale mit einer Latenzzeit von 10 Millisekunden. Latenzzeit beschreibt vereinfacht gesprochen die Übertragungs- und Reaktionszeit eines Systems. Zur Verdeutlichung: Der menschliche Wimpernschlag benötigt eine Zeit von 100 Millisekunden. 

 

Auf den ersten Blick wirkt das Projekt im Erzgebirge wenig sensationell. Schließlich fahren weltweit schon viele Metrozüge fahrerlos. Vorreiter in Deutschland ist hier die Stadt Nürnberg. Allerdings verkehren diese Züge in abgeschlossenen Röhren. Hier kann also kein Baum auf den Schienen liegen. Auch Fußgänger gelangen in der Regel nicht auf solche Streckenabschnitte.  

Im Überlandverkehr, also quasi in der freien Wildbahn, herrschen allerdings ganz andere und wesentlich komplexere Fahrbedingungen. Deshalb ist dieses Projekt einzigartig und bedeutet einen neuen Durchbruch für die Neue Mobilität.  

5G-Standard stößt die Tür zur Neuen Mobilität auf 

Auf der Straße erzielten jüngst MAN und DB Schenker vergleichbare Durchbrüche. So werden auf der A9 zwischen München und Nürnberg im Testbetrieb Lkws zu Konvois zusammengeschlossen. Noch befindet sich in jedem Cockpit ein Mensch. Am Ende freilich sollen solche Konvois nur noch aus dem ersten Lkw gesteuert werden, während die angehängten Fahrzeuge etwa ein Bremsmanöver des Leit-Lkws automatisch umsetzen. Auch dieses Projekt namens Elektrische Deichsel wurde erst dank der 5G-Technologie erfolgreich. Damit wird die Bedeutung des neuen Mobilfunkstandards immer konkreter. Am Ende wird 5G die Tür zur Neuen Mobilität, also zum autonomen und ferngesteuertenFahren, weit aufstoßen. 

Das ist natürlich ein großartiges Thema für meinen Börsendienst RENDITE TELEGRAMM. Wie Sie wissen bearbeite ich hier bevorzugt solche Trendthemen. Derzeit interessiere ich mich besonders für die Entwickler dieser eingangs bereits erwähnten 5G-Modems. Diese Bauteile sind ganz entscheidend für den Erfolg des 5G-Standards. Und noch wichtiger: Die Modems werden in einem 5G-System auf allen Seiten benötigt. Einmal natürlich in der Sendestation und zum anderen auf der Seite der Empfänger, also etwa in jedem autonom fahrenden Güterzug oder Lkw. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass die Roboterautos ebenfalls mit einem 5G-Modem ausgestattet sind.  

Zu Deutsch: Dieses kleine Bauteil wird demnächst in dieser Welt millionenfach verkauft und eingebaut werden. Hier wächst also ein veritabler Milliardenmarkt heran. Und wie die Erfolge in den diversen Testprojekten zeigen, ist dieser Milliardenmarkt keine abstrakte Zukunftsvision mehr.  

Ich wiederhole mich: Die Tür ist aufgestoßen. Und was uns dahinter als Börsianer erwartet, lesen Sie regelmäßig im Fachdienst für Tech-Investoren, dem RENDITE TELEGRAMM.   

Jetzt kollabiert auch noch unsere Gasversorgung

Jetzt kollabiert auch noch unsere Gasversorgung

Lieber Börsianer, 

dichte Rauchschwaden standen am 14. September über den saudischen Ölzentren von Abqaiq und Khurais. Die Rauchentwicklung wurde sogar aus dem Weltall von Satelliten „gesehen“. Mehrere Drohnen und andere unbemannte Flugkörper sind in die Anlagen eingeschlagen und haben kurzfristig rund 50 % der saudischen Ölförderung vom Netz genommen. Weltweit sind an diesem Tag fast 6 % der Ölförderung ausgefallen. In der Folge raste der Ölpreis nach oben und verteuerte sich zeitweise um 14 %, und das praktisch binnen weniger Minuten. Das nennt man einen Preisschock 

In der Golf-Region stehen wir am Rande eines neuen Krieges. Noch halten sich sowohl Saudi-Arabien als auch deren Verbündeter, die USA zurück. Einen zweiten derartigen Angriff wird man allerdings wohl nicht hinnehmen, sondern entsprechend militärisch antworten. In diesem Fall wird der Ölpreis nochmals explodieren. 

Und nun droht uns weiteres Ungemach auf dem Energiemarkt. Die Schreibe ist von Russland und der Ukraine. Hier meine InsideInfos: Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, bezieht Europa rund 6 % seines Erdgases aus Russland. Dieses Gas wird teilweise über das Territorium der Ukraine gepumpt. Dafür erhält das osteuropäische Land jährlich rund 3 Milliarden US-Dollar aus dem Kreml. Der Gastransport erfolgt auf Basis eines Transitabkommens aus dem Jahr 2009.  

Und jetzt wird es richtig heiß: Dieses Abkommen läuft pünktlich um Mitternacht am 31. Dezember 2019 aus. In dieser Woche sollen nun die ersten Verhandlungen unter Beteiligung der Vertragsparteien und der EU als Schlichter stattfinden. Schon jetzt steht fest: Das wird ein zäher Vertragspoker. Russland bietet zunächst eine einjährige Verlängerung des Transitabkommens an. Die Ukraine pocht allerdings auf 10 Jahre Laufzeit. Der Zusammenhang ist klar: Im kommenden Jahr wird die Ostseepipeline Nord Stream 2 fertiggestellt. Diese neue Doppelleitung entwertet das ukrainische Pipelinesystem und schwächt die Position Kiews dauerhaft. Für Kiew gilt also. Jetzt oder nie.   

Gleichzeitig haben verschiedene ukrainische Energieunternehmen den Kreml vor internationalen Gerichten verklagt. Man fordert Entschädigung in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar für die verlorene Energieinfrastruktur der Krim, die nun russische Unternehmen nutzen. Der Kreml will unter diesen Bedingungen eigentlich gar nicht verhandeln.  

Wer dreht uns den Gashahn ab?  

Zur Erinnerung: Bereits 2009 stoppte Russland für zwei Wochen die Gaslieferungen in die Ukraine. Die Maßnahme verpuffte allerdings, da die Ukraine einfach das für West-Europa bestimmte Transitgas für den eigenen Verbrauch abzapfte. Am Ende waren die Europäer die Dummen, weil hier jeden Tag weniger Gas aus Russland ankam. Möglicherweise wird diesmal allerdings die Ukraine den Transit stoppen, um Russland zu Zugeständnissen im Donbass zu zwingen. Hier gilt: Das Transitsystem der Ukraine ist auf den Schlachtfeldern des Donbass mehr wert als 100 Panzer. Nur hier kann Kiew den Kreml treffen.   

Im Hintergrund spielt auch Donald Trump mit. Der möchte bekanntlich das US-Flüssiggas in den europäischen Markt drücken. Nichts käme ihm gelegener, als wenn die Ukraine den Gashahn zudreht, um Russland als säumigen Lieferanten dastehen zu lassen.  

In der EU bereitet man sich jetzt schon auf den zweiten Gaskrieg zwischen Russland und der Ukraine vor und füllt die strategischen Gasreserven auf. Wir werden im nächsten Winter also nicht frieren müssen. Dennoch dürfen wir uns auf massive Preisanstiege beim Gas vorbereiten. Denn diese Fakten haben die meisten Investoren noch überhaupt nicht auf dem Radar. Dieses Szenario ist noch überhaupt nicht eingepreist. Möglich, dass es den Markt ähnlich unvorbereitet trifft wie die Ereignisse in Saudi-Arabien.  

Haben Sie Lust auf eine kleine „Zockerei“? Dann schauen Sie sich doch einmal dieses Commerzbank-Zertifikat auf den Gas-Terminpreis (WKN: CJ3D5Z) an. Oder möchten Sie sich eher gegen den Schock des nächsten Golf-Kriegs absichern? Dann setzen Sie auf dieses Faktor-Zertifikat der HSBC (TD99B2). Hier profitieren Sie zweifach gehebelt von jedem Preisanstieg des Brent-Öls am Terminmarkt.  

Wer sich lieber am Aktienmarkt auf den nächsten Preisschock vorbereiten möchte, setzt auf einen großen Öl- und Gasförderer wie Royal Dutch. Der britisch-niederländische Ölmulti hat ein feines Förderportfolio – z.B. im Golf von Mexiko, Nigeria oder Malaysia – und ist von den aktuellen geopolitischen Entwicklungen kaum betroffen. Einzig das Projekt Qatargas 4 im Persischen Golf könnte für Royal Dutch einmal ungemütlich werden. Hinweis auf Interessenkonflikt: Ich bin derzeit persönlich oder für Dritte in den Aktien der Royal Dutch investiert.   

So werden auch Sie zum erfolgreichen Tech-Investor

So werden auch Sie zum erfolgreichen Tech-Investor

Lieber Börsianer, 

Technologie hat die Welt schon immer bewegt. Früher war es die erste Eisenbahn oder die Elektrifizierung. Heute sind die Treiber die Entwicklung künstlich intelligenter Mikrochips oder etwa die Elektromobilität. Früher wie heute verdienen aufgeweckte Investoren damit viel Geld! 

Diese Sätze schrieb ich bereits an anderer Stelle vor vielen Monaten. Und natürlich hat meine Aussage seitdem nicht an Gewicht verloren. Technologie beeinflusst und verändert unser alltägliches Leben. Mitunter empfinden wir als Verbraucher laufende technische Veränderung als beschwerlich. Vor allem ältere Menschen klagen. Für Sie ist die Umstellung etwa des postalischen Rechnungsversandes auf das E-Mail-Format oder die Gewöhnung an ein neues Smartphone nicht immer ganz einfach. Das ist gelegentlich anstrengend.  

Als Anleger hingegen profitieren wir enorm von forcierter technischer Innovation. Denn überall, wo bestehende Systeme oder Produktionsverfahren erneuert werden, fließt viel Geld. Schon als Student hatte ich diese Zusammenhänge rasch verstanden und folglich mein Depotvermögen zu bedeutenden Teilen immer in der Tech-Branche angelegt.  

Nun geht am Markt hohes Renditepotenzial immer einher mit erhöhtem Risiko. Wachstumsaktien steigen selten gleichmäßig. Besonders die Aktien junger und sog. disruptiver, also besonders innovativer Unternehmen neigen zu erhöhter Volatilität (Schwankung). Solche abrupten Kursveränderungen sind naturgemäß nicht jedermanns Sache.  

Es muss nicht immer nur Internet und Software sein 

Deshalb habe ich mich entschlossen den Technologie-Begriff im Rahmen des RENDITE TELEGRAMM etwas zu erweitern. Für mich ist Technologie nicht nur Internet und Software. Beispiel: Auch ein verbessertes Verfahren zur Behandlung von Niereninsuffizienz (Dialyse) kann mich interessieren. Denn, wie Sie wissen, ist auch die Medizintechnik ein starker (und gleichzeitig stabiler) Wachstumsmarkt.  

Noch ein Beispiel: Zurzeit befasse ich mich eingehend mit dem US-Einzelhändler Wal-Mart. Deren Aktie finden Sie üblicherweise in keinem Tech-Depot. Schließlich ist stationärer Einzelhandel weder besonders margenträchtig noch besonders neu oder innovativ. Aber das US-Unternehmen bricht nun mit seiner gewaltigen Finanzkraft und Kundenbasis in den Online-Handel ein und fordert den globalen Marktführer Amazon heraus. In den USA ist Wal-Mart im Online-Handel noch vor Unternehmen wie z.B. Apple bereits die Nr.3. Im Schwellenmarkt Indien hat Wal-Mart den Konkurrenten Amazon gemessen am Marktanteil inzwischen sogar deutlich distanziert.  

Solche Konstellationen mag ich. Hier bricht ein substanzstarkes Qualitätsunternehmen in einen völlig neuen Markt ein und erschließt sich neues Wachstum. Viele Investoren haben die Chancen einer solchen Konstellation noch gar nicht verstanden.  

Genau solche verkappten Tech-Titel wie etwa Wal-Mart verschaffen dem Trenddepot des RENDITE TELEGRAMM Stabilität und Verlässlichkeit. Hier nehme ich aus dem Depot gezielt Risiko heraus und gewinne dafür eine gleichmäßigere Depotentwicklung.   

Ich verbinde für Sie starke Rendite mit hoher Depotsicherheit  

Damit ist das RENDITE TELEGRAMM der erste Technologie-Börsendienst, der besonderen Anklang auch bei konservativen Anlegern findet. Denn selbstverständlich möchte diese Anlegergruppe ebenfalls gezielt im Technologie-Segment investieren. Dabei möchte man allerdings nicht auf eine grundsätzliche Stabilität im Depot verzichten. Wie kaum ein anderer Börsendienst in Deutschland verbindet das RENDITE TELEGRAMM damit hohes Renditepotenzial mit hoher Depotsicherheit. 

Betrachten Sie sich als eher vorsichtiger oder konservativer Investor? Dann werden Sie Ihre Freude an meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM haben. Hier investiere ich für Sie immer offensiv, aber dennoch mit Augenmaß.  

Eilmeldung: Saudische Ölförderung kollabiert

Eilmeldung: Saudische Ölförderung kollabiert

Lieber Börsianer,

am Wochenende wurde das wichtigste Ölförderzentrum SaudiArabiens von mehreren Drohnen angegriffen. Die Anlagen nahe der Stadt Abqaiq am Persischen Golf stehen für fast 6 % der täglichen Weltförderung von rund 100 Millionen Barrel. Derzeit steht dort die Produktion weitgehend still, während die Instandsetzung der beschädigten Anlagen auf Hochtouren läuft.  

Bereits am Sonntagabend unserer Zeit reagierten die asiatischen Terminmärkte in Asien auf den Angriff. Hier schossen die Preise für Brent wie auch US-Öl der Sorte WTI teils prozentual zweistellig binnen weniger Sekunden durch die Decke.  

Nicht überraschend eröffneten die wichtigen Aktienmärkte in Europa heute Morgen weich. Der DAX wie auch der EuroStoxx 50 verlieren zur Stunde rund 0,6 %. Gefragt sind lediglich die Aktien der Ölförderer. So kommen etwa Royal Dutch oder die österreichische OMV um rund 3 % voran.      

In der Vorwoche hatte sich der DAX unter dem Eindruck der jüngsten Entscheidungen der EZB noch sehr freundlich präsentiert. Heute endet nun der DAX-Auftrieb zumindest vorläufig.  

Inzwischen beruhigen sich die nervösen Märkte allmählich. Angeblich soll bereits heute Abend die Förderung bzw. Weiterverarbeitung in Abqaiq wieder aufgenommen werden. Der saudische Ölförderer Aramco, der die Anlagen betreibt, erklärte, dass man kurzfristig etwa ein Drittel der Förderung wieder anlaufen lassen kann. Außerdem hilfreich für den Markt: Donald Trump steht Gewehr bei Fuß, um die nationalen Ölreserven der USA für den Markt zu öffnen, sofern es tatsächlich zu Lieferengpässen kommen sollte.  

Der psychologische Schock sitzt tief – Realwirtschaftliche Auswirkungen wohl überschaubar

Es ist noch zu früh für eine abschließende Analyse. Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass die Auswirkungen der Ereignisse auf die Realwirtschaft begrenzt sein werden. Mittlerweile pendelt sich der Preis für Brent-Öl bei rund 64 bis 65 US-Dollar ein. Das entspricht immer noch einem gewaltigen Preisauftrieb von rund 8,5 %. Der Preisdruck nimmt allerdings allmählich ab, und so dürfte sich der Ölpreis im Verlauf des Tages weiter entspannen.  

Freilich bleibt ein gewisser psychologischer Schock für die Märkte. Uns wurde nun eindrücklich vor Augen geführt, dass die globale Ölversorgung derzeit aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen in der Region latent gefährdet ist. Und ganz offensichtlich liegen die saudischen Förderzentren in Reichweite (mutmaßlich) iranischer Drohnen und anderer Flugkörper. Ohne Frage besteht im Persischen Golf latentes Kriegsrisiko.  

Derzeit unklar ist, wie die US-Notenbank Fed nun reagieren wird. Die US-Währungshüter treffen sich morgen und übermorgen zu ihrer turnusmäßigen Sitzung. Sollten sich die aktuellen Ölpreissteigerungen an den Zapfsäulen vollständig durchschlagen, wird dies in den USA die Inflation treiben. Das engt den Spielraum der US-Notenbank für weitere Zinssenkungen natürlich ein.  

China auf dem Weg zur Weltmacht

China auf dem Weg zur Weltmacht

Lieber Börsianer, 

die Volksrepublik China ist ohne Zweifel der kommende Gigant der Weltwirtschaft. In absehbarer Zeit wird man gemessen am Bruttoinlandsprodukt die Euro-Zone hinter sich lassen. In vielen Marktsegmenten sind die Chinesen heute schon jetzt uneinholbar führend.  

Beispiel Agrarsektor: Derzeit produzieren chinesische Mastbetriebe rund 55 Millionen Tonnen Schweinefleisch pro Jahr. In den Ställen der Unternehmen und Landwirte stehen im Reich der Mitte rund 440 Millionen Schweine. Zum Vergleich: In den Betrieb der EU und der USA stehen zusammengenommen etwas über 220 Millionen Stück.  

Daneben werden im Reich der Mitte jährlich 60 Millionen Tomaten produziert. In der EU kommen wir auf rund 18 Millionen Tonnen.  

Aber auch im Bereich der Technologie und Hochtechnologie ist China mittlerweile führend. So wurden in den letzten 12 Jahren in China 31.000 Kilometer Schienen für Hochgeschwindigkeitszüge (über 200 km/h) verlegt. Bis 2025 wird das Hochgeschwindigkeits-Netz voraussichtlich nochmals um 7.000 Kilometer erweitert. Zum Vergleich: Im Rest der Welt liegen rund 25.000 Kilometer Hochgeschwindigkeits-Schienen.  

Jedes Jahr melden chinesische Unternehmen oder Privatpersonen 1,4 Millionen Patente an. Dahinter folgen die USA mit etwas über 600.000 Neuanmeldungen pro Jahr. Das asiatische Land hat in den vergangenen Jahren in Rekordzeit eine gigantische Internet- und Softwarebranche aufgebaut. Das belegen Unternehmen wie Alibaba, Tencent, Huawei oder Baidu. Längst wird auch dort künstlich intelligent programmiert oder an Roboterautos gearbeitet.  

China hat bisher nur ein Bruchteil seines Entwicklungspotenzials gehoben 

Trotzdem ist das Land immer noch rückständig und unterentwickelt. Vor allem der Osten und Norden gehört immer noch zu den ärmsten Regionen Asiens. Aber selbst im Durchschnitt hängt China derzeit – gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf – immer noch hinter Ländern wie Montenegro oder Argentinien zurück.  

Aber die Chinesen holen diesen Rückstand mit einer enormen Geschwindigkeit auf. So steigerte man in den vergangenen 10 Jahren das Bruttoinlandsprodukt um 166 %. Eine reife Volkswirtschaft wie etwa die deutsche ist im gleichen Zeitraum nur noch um 17 % gewachsen.  

China ist also einerseits ein Land enormer (sozialer) Gegensätze, andererseits ist es gleichzeitig auch das Land der quasi unbegrenzten Möglichkeiten. Man hat sein Wachstumspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft 

Sicherlich ist der dortige Aktienmarkt nicht immer ganz einfach. Es fehlt vor allem an Transparenz und teilweise auch rechtlicher Sicherheit. Vor allem die private Anlegerschaft agiert oft kopflos und verfügt nicht über das Informationsniveau oder die Erfahrung mitteleuropäischer Anleger. Daher tendiert der Markt zu irrationalen Euphorieschüben und mitunter extremer Volatilität 

Trotzdem: Diesen faszinierenden Markt müssen wir als Börsianer im Blick haben. Und noch mehr: 20 % Ihres Depotvermögens dürfen Sie hier immer anlegen. Chinesische Wachstumsaktien finden Sie daher auch immer wieder im Trenddepot des RENDITE TELEGRAMM.