InsurTech: Der letzte weiße Flecken der Digitalisierung

InsurTech: Der letzte weiße Flecken der Digitalisierung

Liebe Börsianer,

da werden Sie mir zustimmen. Unser Welt ist mittlerweile sehr weitgehend „durchdigitalisiert“. Auch gerade unsere Welt als Verbraucher ist vom Internet bestimmt. So überstehen wir den Total-Lockdown relativ unproblematisch, weil wir viele Dinge einfach per Mouseclick im Internet bestellen können. Sogar langfristige Gebrauchsgüter wie Autos können Sie heute im Internet kaufen, wie das Beispiel Tesla zeigt.

Dabei erreicht die Digitalisierung auch gerade im Detail immer neue Differenzierung. So kaufen heute jüngere Börsianer ihre Aktien nicht mehr am Desktop- oder Laptoprechner, sondern mal eben in der Straßenbahn auf dem Smartphone, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit sind. Börsianer bezeichnen solche Plattformen auch als FinTech- Anbieter.

Eine Branche hat sich allerdings der Digitalisierung bisher erfolgreich verschlossen. Die Schreibe ist von der Versicherungsbranche. Hier vertreibt immer noch ein Heer von Vermittlern und Maklern die Policen. Im Innendienst erfolgt die Bearbeitung von Schadensfällen auch noch sehr oft mit hohem Personalaufwand. Aber Technologien wie Big Data und Künstliche Intelligenz sind auf Dauer unaufhaltbar.

So machen sich in diesen Tagen in den USA und auch teilweise in Europa einige wendige Startup-Unternehmen auf den Weg, den Versicherungsmarkt völlig aufzubrechen. Diese hochdigitalisierten Versicherer bezeichnen Börsianer auch als InsurTech. Diese Unternehmen wickeln mittlerweile Bagatellschäden mit künstlich intelligenter Software teils binnen weniger Sekunden ab. Den Versicherungsnehmer freut es, denn er erhält sein Geld oftmals noch am Tag der Schadensmeldung. Und der Versicherer freut sich auch, denn ihn kostet die Schadensbearbeitung pro Fall nur noch wenige Cent.

Branchenexperten sind sich einig. InsurTech kann die bislang verkrustete Branche aufbrechen und damit völlig neue Player nach oben spielen. Ich sehe für uns als Börsianer enorme Renditechancen. Hier können wir vom letzten weißen Fleck auf der Landkarte der Globalisierung profitieren. Denn noch sind die wenigen InsurTech-Aktien weitgehend unentdeckt und nur eingeweihten Profis bekannt.

Das ist vielleicht Ihre letzte Chance, in dem eigentlich recht reifen Segment E-Commerce und Digitalisierung nochmals richtig abzusahnen. Heute Nachmittag stelle ich Ihnen in den Premium-Chancen das InsurTech-Unternehmen vor, das nächstens den US-Markt für Kfz-Policen auf den Kopf stellen wird. Außerdem erfahren Sie, was das junge Startup-Unternehmen mit Tesla zu tun hat.

Profis versus Privatanleger: Wer war besser?

Profis versus Privatanleger: Wer war besser?

Liebe Börsianer,

wer war im vergangenen Jahr eigentlich besser? Wer hat die stärkeren Renditen am Markt geholt, Profis oder Privatanleger?

Leider finden wir zu dieser Fragestellung keine wirklich belastbaren Zahlen. Mein Bauchgefühl sagt mir aber: 2020 waren die Privatanleger oder Laien-Börsianer eindeutig die besseren Depotbetreuer. Erst vor wenigen Wochen besuchte ich eine Branchenveranstaltung, und meine Kollegen jammerten und schimpften über dieses schwierige Corona-Jahr. Spreche ich hingegen mit den Lesern meiner Börsendienste, gewinne ich regelmäßig den Eindruck, dass man im zurückliegenden Jahr mehrheitlich ganz hervorragend verdient hat.

Wo waren die Privaten besser? Tatsächlich wurden beide Anlegergruppen von der scharfen Korrektur der Monate Februar und März gleichermaßen überrascht. Dann aber liefen die Depots beider Seiten plötzlich auseinander. Denn die professionellen Geldmanager sicherten im Verlauf des März ab und schoben die Cashquoten genau zum falschen Zeitpunkt nach oben. Man rechnete nämlich mit einer langanhaltenden Corona-Baisse. Als der Markt dann bereits Ende März wieder machtvoll nach oben abdrehte, war man zu weit weg vom Wind und profitierte von der Erholung nur unzureichend.

Privatanleger hingegen blieben unbekümmert bei ihrer Strategie und fassten dann ab April und Mai sogar nach. Dabei agierten Sie mehrheitlich offensiv und setzten auf Coronagewinner wie Netflix, Zoom Video oder die Onlineapotheken Zur Rose und Shop Apotheke. Außerdem war man stark in Wasserstoff und anderen Segmenten der E-Mobilität investiert. Das war ohne Frage eine explosive Mischung.

Das vergangene Jahr hat damit eindrücklich bewiesen, Börse ist kein Hexenwerk. Sie müssen nicht an der Universität die Seminare Wertpapieranalyse 1 und 2 belegt haben, um mit Aktien erfolgreich zu sein. Ganz im Gegenteil: Ich behaupte, an der Börse hat der zupackende Praktiker oftmals die Nase vorn. Der verkopfte Theoretiker ist tatsächlich für das Börsenparkett nicht geeignet.

Freilich, das räume ich unumwunden ein, mache ich mir Sorgen. Ich befürchte, dass viele Privatanleger die Party nicht rechtzeitig verlassen werden und fälschlicherweise davon ausgehen, dass sich die Trends des vergangenen Jahres ungebrochen fortsetzen. Ich bin da skeptisch, denn schließlich erwarten wir, dass die diversen Impfstoffe die Pandemie im Verlauf dieses Jahres zurückdrängen werden. Zu Deutsch: Die Coronagewinner 2020 werden heuer nicht so Fokus des Marktes stehen. So überrascht es nicht, dass etwa die Aktie des Spezialisten für Videokonferenz-Anwendungen, Zoom Video, gegenwärtig nur noch rückwärtsläuft. Auch die zuletzt gesuchten Impfstoff-Aktien wollen nicht mehr so richtig. Die Story scheint eingepreist, und die Karawane zieht schon weiter und sucht die nächsten Trendthemen.

Deshalb mein Appell an Sie: Passen Sie jetzt Ihre Strategie behutsam an und holen Sie sich bei den Highflyern der letzten Monate einmal Ihren Gewinn ab! Veredeln Sie jetzt Ihre erfolgreiche Depotarbeit und bereiten Sie sich auf die neuen Trends 2021 vor.

Wie Sie Ihr Depot jetzt mit Augenmaß anpassen und umstellen, erfahren Sie jede Woche unter anderem in meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM. Mehr Informationen zu meiner Arbeit finden Sie hier.

Investieren Sie wie der norwegische Staatsfonds

Investieren Sie wie der norwegische Staatsfonds

Liebe Börsianer,

verlassen Sie sich bei der Planung Ihres Lebensabends auf die Zahlungen der deutschen Rentenversicherung? Für viele in unserem Land ist dieses Einkommen im Alter nicht nur ein Teil, sondern die einzige Vorsorge. Diese Einstellung halte ich für blauäugig. Das umlagefinanzierte System kann schon lange nicht mehr das leisten, was einst versprochen wurde. Der demografische Wandel führt mit Sicherheit in eine Zukunft, in der die Arbeitnehmer die Rentenansprüche nicht mehr erwirtschaften können. Diese Zukunft hat bereits begonnen: Im Jahr 2020 musste der Staat den Rentenkassen mit rund 100 Milliarden Euro Steuergeldern aushelfen.

Der größte Staatsfond der Welt wächst immer weiter

Eine private Vorsorge fällt vielen in Zeiten von Negativzinsen schwer. Ein Großteil der Deutschen scheut bis heute den Aktienmarkt. In Norwegen übernimmt kurzerhand der Staat die Investitionsentscheidung für seine Bürger. Das Land im hohen Norden hat enorme Öl- und Gasvorkommen. Daraus erwachsen riesige Steuereinnahmen.

Seit 1990 wandern diese Einnahmen in den staatlichen Pensionsfonds. Das darin angesammelte Vermögen der Norweger überschreitet selbst das der Ölprinzen aus dem Mittleren Osten. Der Pensionsfonds hat inzwischen einen Wert von 10 Billionen Norwegischen Kronen bzw. 1 Billion Euro erreicht. Man könnte jedem Einwohner des Landes sofort rund 188.000 Euro auszahlen.

Norwegen spart für die Zeit nach dem Öl

Norwegen hat mit diesem System eine perfekte Altersabsicherung für seine Bevölkerung geschaffen. Die Einnahmen des Landes werden nicht ewig fließen. Irgendwann werden die Ölfelder vor der Küste erschöpft sein. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass vorher die Nachfrage nach dem Rohstoff zurückgeht. Um auch in Zeiten nach dem Öl die umfassenden Sozialleistungen zu finanzieren, sorgen die Norweger bereits heute vor. Der Staatsfonds wächst nicht nur aus Steuereinnahmen. Mit einer durchschnittlichen Rendite von 5,9% pro Jahr schlagen die Norweger die Indizes und die meisten Fondmanager deutlich.

Was macht die Anlagestrategie der Norweger so überlegen?

Der Erfolg der Norweger macht neugierig. Blicken wir auf die Investitionen des Staatsfonds wird deutlich: Der norwegische Staatsfonds investiert mit Vorliebe in Zukunftstechnologien. Der größte Depottitel ist Apple, weit oben in der Liste finden sich aber auch Microsoft, Alphabet und Amazon.

Die Norweger fixieren sich aber keinesfalls nur auf das Silicon Valley. Mit Tencent und Alibaba hat der Staatsfonds auch die chinesischen Konkurrenten der US-Unternehmen im Depot. Die Auswahl der Investitionen unterliegt strengen ethischen Maßstäben. Der Verzicht auf Waffen- und Tabakunternehmen belastet die Rendite des Staatsfonds. Desinvestitionen aus Umweltschutzgründen, der Verzicht auf Palmöl- und Kohlegeschäfte hingegen steigern die Rendite.

Nun will sich der Staatsfond schrittweise aus seinen Anlagen in der Öl- und Gaswirtschaft zurückziehen. Grund dafür ist nicht der Umweltschutz. Das Land will auf diese Weise seine Abhängigkeit vom Ölmarkt verringern und mehr Geld in Zukunftstechnologien investieren, wie ich in meinem Rendite-Telegramm.

Schützen Sie sich optimal vor Rücksetzern!  

Schützen Sie sich optimal vor Rücksetzern!  

Liebe Börsianer,

wie schaut es derzeit eigentlich in Ihrem Depot aus? Wahrscheinlich finden Sie aller Orten grüne Vorzeichen. In der Tat sitzen wir alle in unseren Depots auf sehr angenehmen Gewinnen. Der Anblick unseres Depotauszugs bereitet uns momentan große Freude. Der ein oder andere unter Ihnen interessiert sich angesichts der schönen Buchgewinne sicherlich dafür, wie man diese sichern kann, ohne dabei gleich die Gewinner verkaufen zu müssen.

Hier kommen wir unweigerlich zur sog. Stop-Loss-Order. Für die Neubörsianer unter Ihnen: Das Stop-Loss ist eine Verkaufsorder, bei der Sie bei der Erreichung bzw. Unterschreitung eines vorab definierten Kursniveaus zu jedem Kurs – also bestens – verkaufen.

Das Praxisbeispiel: Die Pfefferminzia-Aktie notiert derzeit bei 11 Euro. Ein unbestimmtes Bauchgefühl sagt Ihnen allerdings, diese Pfefferminzia könnte nächstens wackeln. Also ziehen Sie eine Stop-Loss-Absicherung bei 10 Euro ein. Fällt der Kurs nun auf oder unter 10 Euro, wird die Aktie zum nächsten Kurs sofort verkauft. Das ist eine wirklich praktische Einrichtung, die Ihnen eben auch Sicherheit gibt, wenn Sie einmal im Urlaub sind oder aus anderen Gründen keinen Zugriff auf Ihr Depot haben.

In normalen Marktphasen werden Sie in diesem Fall die Pfefferminzia also irgendwo zwischen 10 und 9,90 Euro verkaufen. Nur an der Börse herrscht leider nicht immer Normalität. So kann der Kurs der Pfefferminzia-Aktie – etwa nach überraschend schwachen Zahlen – auch ungebremst gleich auf 8 Euro fallen. Hier greift also Ihre Absicherung nicht wirklich, und der Titel wurde tatsächlich zum nächsten Kurs, also für 8 Euro verkauft.

Dieser Zusammenhang ist vor allem Neubörsianern nicht immer bekannt. Tatsächlich heißt ein Stop-Loss-Order von 10 Euro nicht zwingend, dass Sie auch tatsächlich in der Nähe des gesetzten Limits verkaufen können. Wenn Aktien wie ein Stein fallen, gibt es keine Zwischennotierungen, zu denen man verkaufen könnte.

Das ist ohne Frage ein Nachteil der klassischen Stop-Loss-Order. Aber findige Börsianer haben für dieses Problem eine Lösung gefunden und setzen deshalb auf ein Stop-Loss mit Limit. Wie funktioniert dieser Ordertyp?

Das Praxisbeispiel: Sie setzen wie zuvor ein Verkaufslimit bei 10 Euro. Diesmal allerdings definieren Sie noch ein zweites Limit. Sie legen nämlich einen Art Mindestverkaufskurs fest. Sagen wir in diesem Beispiel von 9,50 Euro. Wenn nun hier die Pfefferminzia ohne Zwischenkurse auf 8 Euro abrutscht, wird Ihre Kauforder nicht ausgelöst, da der von Ihnen definierte Mindestkurs von 9,50 Euro aufgrund fehlender Nachfrage nicht handelbar war. Mit diesem zweiten Limit bzw. dem Mindestkurs, schützen Sie sich also davor, dass Sie eine wertvolle Aktie aufgrund einer irrationalen Marktpanik verschleudern.

Aber Achtung: Möglicherweise ist die Pfefferminzia AG gar nicht so wertvoll wie ursprünglich vermutet und rauscht einfach weiter ab, von 8 auf 7 und von 7 auf 5 Euro. Hier wäre dann wieder die nackte Stop-Loss-Order die bessere Wahl gewesen.

Fazit: Als Börsianer müssen Sie die gängigen Ordertypen beherrschen. Das bringt Ihnen zusätzliche Renditen und schützt Sie oftmals vor unerwünschten Kursbewegungen. Trotzdem: Selbst die best- gestaltete Kauf- oder Verkaufsorder ersetzt nie eine fundierte Marktmeinung. Diese Marktmeinung finden Sie regelmäßig in meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM. Hier holen Sie sich weitere Informationen zu meinem Dienst.

Übernimmt der Staat die Kontrolle?

Übernimmt der Staat die Kontrolle?

Liebe Börsianer,

die freie Wirtschaft und das Spiel von Angebot und Nachfrage sind die Triebfedern der wirtschaftlichen Entwicklung. Neue Technologien oder Geschäftsideen setzen sich durch, weil sie effektiver, billiger oder besser sind als alte Konzepte.

Um diesen Treiber unseres Wohlstands zu entfachen, bedarf es kluger Köpfe. Revolutionäre Ideen reifen in den Köpfen außergewöhnlicher Persönlichkeiten. Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Elon Musk oder Jeff Bezos sind nur einige dieser Ausnahmeunternehmer.

Die Corona-Krise verändert die Geldanlage

Während normalerweise ein Wettbewerb um die klügsten Köpfe und Konzepte stattfindet, wird dieser Mechanismus zunehmend außer Kraft gesetzt. Der Staat mischt sich immer mehr ein. Die Corona-Krise hat unser gesamtes Wirtschaftssystem auf den Kopf gestellt.

Zahlreiche Unternehmen werden durch Staatshilfe am Leben gehalten. Was vielleicht im Sinne der besonders hart getroffenen Veranstaltungs- und Reisebranche Sinn ergibt, verleitet in vielen anderen Fällen zu ungewollten Mitnahmeeffekten. So sanieren sich derzeit beispielsweise zahlreiche Industrie-Unternehmen mithilfe der Kurzarbeiterregelungen, auch wenn sie bereits vor der Krise in ernsten Schwierigkeiten waren. Für uns Anleger bedeutet das: Wir müssen zunehmend auf die politischen Entscheidungen achten.

Die Politik entscheidet über Ihren Anlageerfolg mit

Die Politik entscheidet nicht nur über die Steuern und Gesetze, die das Wirtschaftsleben maßgeblich beeinflussen, sondern sie betätigt sich mittlerweile immer häufiger selbst als Unternehmer. Dass dabei Ineffizienzen entstehen, wird nicht nur bei der seit der Finanzkrise teilverstaatlichten Commerzbank oder der Deutschen Bahn deutlich. Und der Einfluss wird immer größer. Neue Verstaatlichungswellen treffen den Tourismus-Bereich, wie wir gerade bei der Lufthansa und TUI sehen.

Um den Einfluss der Politik auf die Wirtschaft zu messen, kann man die Staatsquote betrachten. Darunter versteht man den Anteil des Bruttoinlandsproduktes, das durch die Hände des Staates fließt, sei es durch ordinäre Staatsausgaben für Bildung, Infrastruktur oder Militär oder durch Transfer- und Sozialleistungen.

Die Staatsquote hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bereits kontinuierlich erhöht. Während die Quote in den westeuropäischen Ländern noch in den 1950er-Jahren zwischen 25 und 30% lag, wurde Anfang der 1990er-Jahre vielerorts bereits eine Staatsquote von 50% überschritten. Das bedeutet, dass der Staat für mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes verantwortlich war.

In Deutschland lag der Wert in den vergangenen Jahren konstant bei 45%. Durch die Corona-Krise und die umfassenden Rettungsmaßnahmen wir die Staatsquote dieses Jahr nach Berechnungen des Handelsblatts auf rund 54% steigen. Ludwig Ehrhard, der Erfinder der sozialen Marktwirtschaft, hat sich das ganz sicher anders vorgestellt.

Der Staat übernimmt immer mehr Kontrolle

Durch die Rettungspolitik wird der Staat selbst immer mehr zum Unternehmer. Das ist, wie wenn beim Fußball der Schiedsrichter für ein Team mitspielt. Eine Staatsquote von mehr als 50% ist schädlich für eine freie Marktwirtschaft. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage und der Drang zu ständiger Verbesserung werden behindert.

Selbst die sozialistische DDR mit ihren volkseigenen Betrieben hatte in den 1960er-Jahren lediglich eine Staatsquote von 50 bis 60%. Bis 1990 stieg die Quote freilich auf 90%, was dann auch zum wirtschaftlichen Niedergang beitrug.

Die Staatsquote hat einen Einfluss auf die wirtschaftliche Prosperität. Die Amerikaner sind viel innovativer und schneller als wir Europäer, wenn es um neue Technologien und deren Umsetzung geht. Die Staatsquote liegt deutlich unter 40%. Und im angeblich kommunistischen China liegt die Staatsquote sogar nur bei knapp über 30%. Dort trifft der Aufstiegswillen der überwiegend armen Landbevölkerung auf einen Staat, der extrem strenge Regeln setzt, aber innerhalb dieser Regeln für einen freien Wettbewerb sorgt. Deshalb sind die Chinesen so erfolgreich.

Wir müssen bei unseren Investitionen immer auch die Staatsquote im Blick behalten. Schließlich wollen wir nicht in die Stars von Gestern investieren, sondern die Gewinner von Morgen finden.

 

Achtung Crashgefahr: Bitcoin spekulativ überkauft  

Achtung Crashgefahr: Bitcoin spekulativ überkauft  

Liebe Börsianer,

das ist nicht mehr gesund! Für die digitale Kunstwährung Bitcoin werden derzeit am Markt Mondpreise aufgerufen. Seit dem vergangenen Oktober hat sich der Kurs der Kryptowährung mehr als verdoppelt. Gerechnet auf das letzte Tief aus dem Monat März 2020 machte der Bitcoin in der Spitze sogar fast 500 %. Hier hat sich also in den vergangenen Tagen eine massive Spekulationsblase aufgetan, die in den kommenden Monaten spektakulär platzen wird.

Welche Faktoren haben die gewaltige Kursrally der Kunstwährung ausgelöst?

  1. Viele Investoren misstrauen der Geldpolitik der verschiedenen Notenbanken. Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Währungshüter praktisch weltweit erneut die Geldschleusen geöffnet. Gleichzeitig steigt die Staatsverschuldung aller Orten wieder an. Folglich floss zuletzt Kapital aus den staatlichen Papierwährungen in die diversen Kryptowährungen.
  2. Die Hausse nährt die Hausse. Bekanntlich ziehen steigende Preise bzw. Kurse am Markt quasi magisch neues Kapital an. Zuletzt sprangen vor allem Privatanleger auf den fahrenden Zug auf und trieben den Bitcoin auf ein Allzeithoch.
  3. Was machen die tiefen Taschen? Ende vergangenen Jahres investierten diverse Unternehmen wie ein US-Lebensversicherer oder der Zahlungsdienstleister Square Inc. erstmals kleinere Millionenbeträge in den Bitcoin. Zudem will PayPal künftig zumindest für US-Kunden erstmals Transaktionen auf Basis der Kryptowährung anbieten. Damit macht die junge Währung weitere Schritte in die Realwirtschaft.
  4. Die notorische Knappheit: In der Gründungsurkunde des Bitcoin steht, dass die Digitalwährung nicht beliebig vermehrt also inflationiert werden darf. So dürfen – Stand heute – nur 21 Millionen Einheiten geschürft werden. Experten schätzen, dass davon bereits 18 Millionen in den Umlauf gebracht worden sind. Mit anderen Worten: Das Angebot wird in den kommenden Jahren noch weiter verknappt. Diese Tatsache ist am Markt bekannt und führt dazu, dass die Anlegerschaft momentan zu praktisch jedem Preis zufasst. Man ist von der Angst getrieben, in dieser Anlageklasse nächstens nicht mehr zum Zuge zu kommen. Solche psychologischen Phänomene bezeichne ich auch als Kaufpanik.

    Noch heute lesen Sie in den Premium-Chancen meine große Bitcoin-Studie. Übersteht die digitale Kunstwährung wirklich den nächsten Crash oder werden die Kryptos genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind?

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