Schlüsseltechnologie: Setzen Sie auf Machine Vision!

Schlüsseltechnologie: Setzen Sie auf Machine Vision!

Lieber Börsianer, 

Industria Machine Automatiche oder kurz IMA ist Ihnen wahrscheinlich kein Begriff, oder? Dabei kommen Sie als Privatverbraucher zumindest indirekt praktisch täglich mit den Produkten dieses Unternehmens in Berührung. Das italienische Unternehmen entwickelt und baut nämlich Verpackungsmaschinen, die z.B. Teebeutel automatisch in die Pappkästen einsortieren. Ganz groß ist das Unternehmen auch bei Verpackungsmaschinen für Medikamentenverblisterungen. Das sind diese sog. Durchdrückverpackungen für Tabletten und Pillen. 

IMA gehört zu den europäischen Marktführern für solche Verpackungsmaschinen und fühlt sich in seiner Nische pudelwohl. Im laufenden Jahr wird man voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro umsetzen und dabei einen schönen Gewinn von 150 Millionen Euro erzielen. In den vergangenen Jahren haben die Italiener ihren Gewinn jährlich um rund 8 % gesteigert.  

Das Geschäftsmodell ist ziemlich stabil. Schließlich trinken wir auch in der Rezession Tee oder brauchen unsere Tabletten. Natürlich steigt auch die IMA-Aktie nicht jeden Tag. Per saldo freilich kann sich die Bilanz der Aktie wirklich sehen lassen. Über 100 % schaffte sie auf Sicht von 5 Jahren. Zum Vergleich: Der DAX machte in diesem Zeitraum unter Berücksichtigung der Dividenden lediglich 43 %. Also hier finden Sie als konservativer Anleger einen Maschinenbauer, der verlässlich liefert, auch wenn die Konjunktur gerade einmal schwächelt.  

Dieser Spezialmaschinenbauer lässt Roboter sehen 

Mein persönlicher Branchen-Favorit ist allerdings ein deutscher Spezialmaschinenbauer aus Darmstadt. 1997 startete das Unternehmen als Spezialist für Oberflächensysteme. Diese Systeme erkennen etwa in lackierten oder gläsernen Oberflächen feine Haarrisse und sind aus der industriellen Qualitätskontrolle nicht mehr wegzudenken 

Inzwischen hat man sich zu dem globalen Spezialisten für Machine Vision gemausert. Mit anderen Worten: Das Darmstädter Unternehmen lässt Roboter „sehen“, und das sogar dreidimensional. Verrutscht etwa ein Werkstück auf einem Fließband, führt das normalerweise zum sofortigen Produktionsstopp. Moderne also sehende Roboter erkennen die Verschiebung des Werkstücks allerdings und korrigieren den Fehler automatisch. Heute gilt Machine Vision als eine der großen Schlüsseltechnologien der industriellen Produktion.  

Aber mehr noch: Die Darmstädter starten jetzt auch im Trendthema Industrie 4.0 richtig durch. Nun können die Roboter nicht mehr nur sehen, sondern mittels Internet auch noch untereinander kommunizieren. Genauso sieht die Industrieproduktion des 21. Jahrhunderts aus.  

Die Investoren sind ziemlich begeistert von dieser Technologie-Perle des deutschen Kurszettels. Allein seit Februar (Einbuchung ins Trenddepot) legte die Aktie des Unternehmens 58 % zu. Im gegenwärtigen starken Marktumfeld ist das allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange, zumal die Aktie erst vor wenigen Tagen ein ganz neues Kaufsignal generierte. Auch die Analysten sind euphorisch und empfehlen die Machine-Vision-Aktie durch die Bank zum sofortigen Kauf.  

Mehr dazu lesen Sie gleich am kommenden Freitag im Wochen-Update des RENDITE TELEGRAMM. Sie sind noch kein Abonnent dieses Börsenbriefs? Das können Sie jetzt hier für nur 79 Euro pro Jahr werden. Ich bin mir sicher, dieses kleine Geld spielen Sie allein mit dieser einen Aktie in einer Woche ein.

Apple: Das müssen Sie über die aktuellen Quartalszahlen wissen

Apple: Das müssen Sie über die aktuellen Quartalszahlen wissen

Lieber Börsianer,

die Aktie von Apple erobert beinahe wöchentlich ein neues Allzeithoch. Der Kurs wurde zuletzt von den Quartalszahlen befeuert, obwohl der Gewinn 3% niedriger lag als im Vorjahr. Die Aktie von Apple ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass an der Börse Erwartungen gehandelt werden. Zum Vergleich: Vor einem Jahr konnte Apple den Gewinn in einem Quartal um 32% steigern, die Aktie hat daraufhin fast 50% an Wert eingebüßt. Untergangspropheten werteten die sinkende Verkaufsmenge bei den iPhones als Warnsignal und bescherten den Anlegern günstige Kaufkurse. Doch mittlerweile haben sich die Vorzeichen gedreht. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits über 60% zugelegt. Apple ist heute das wertvollste Unternehmen der Welt. 

Das iPhone ist der Schlüssel für Apples Erfolg

Mit der Vorstellung des ersten iPhones im Jahr 2007 hat Apple die Krone unter den Technologiekonzernen erobert. Auch heute noch generiert das Telefon über die Hälfte des Umsatzes von Apple. Dieser Anteil sinkt jedoch von Quartal zu Quartal. Das die iPhone-Verkäufe rückläufig sind, spricht paradoxerweise für die Qualität des Produkts: Die Kunden sind zufrieden mit Ihren Geräten und verwenden Sie wesentlich länger als noch vor ein paar Jahren. Der Konzern beliefert ältere Geräte noch jahrelang mit aktueller Software und bietet einen günstigen Akkutausch an, der das einzige Verschleißteil darstellt. Die Anzahl der aktiven iPhones steigt. Damit wächst Apples Netzwerk und der Verkauf von Zusatzleistungen profitiert. 

Apple bietet deutlich mehr als nur das iPhone

Der Umsatz von Apple ist im vergangenen Quartal um 2% gestiegen. Der Konzern setzt gleich auf mehrere Megatrends die den Erfolg für das kommende Jahrzehnt sichern. Der größte Wachstumstreiber ist die Sparte „Wearables, Home and Accessories“. Diese beinhaltet unter anderem die Apple Watch, mit der Apple ein neues Zeitalter mobiler Gerätenutzung einläutet. Der leistungsstarke und trotzdem stilvolle Computer am Handgelenk bietet zahlreiche Möglichkeiten. Mit eigenem Internetzugang ermöglicht es die Uhr Musik wiederzugeben, E-Mails zu lesen und zu telefonieren. 

Der bedeutendste Zukunftstrend liegt aber in der Nutzung zur medizinischen Diagnose. Die Apple Watch ist wesentlich mehr als ein Fitnesstracker, wie ihn mittlerweile auch viele Konkurrenten anbieten. Bereits heute kann die Uhr ein EKG durchführen und warnt vor Herzerkrankungen. Für die Zukunft sind noch ganz andere Messwerte denkbar. Eine Messung des Blutzuckers würde das Gerät weltweit für Millionen Diabetiker interessant machen. Damit hat die Apple Watch das Potenzial in eine völlig neue Dimension vorzustoßen.  

Apple mischt auch andere Branchen auf

Ein weiterer Megatrend liegt in der Sparte Service verborgen, die im vergangenen Quartal um 18% gewachsen ist. Apple verkauft schon lange nicht mehr nur Geräte und Software, der Konzern verdient Milliarden an den Inhalten, welche die Nutzer auf den Geräten konsumieren. Mit Apple Music hat der Konzern bereits seit Jahren einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Spotify & Co. Der Dienst Apple TV+ steckt noch in den Kinderschuhen, hat aber das Potential Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ deutliche Marktanteile abzugraben. 

Obwohl Apple unter den Technologiekonzernen zum alten Eisen gehört, erfindet sich das Unternehmen immer wieder neu und ist bei zahlreichen Wachstumsthemen dabei. 

 

P.S.: Unternehmen, die unsere Zukunft gestalten, werden auch an der Börse die großen Gewinner sein. Lernen Sie im RENDITE-TELEGRAMM die noch unbekannten Perlen kennen, denen das Wachstum wie bei Apple noch bevorsteht. 

Wahnsinn: DAX seit Jahresbeginn über 20% im Plus

Wahnsinn: DAX seit Jahresbeginn über 20% im Plus

Lieber Börsianer,

das ist nur noch Wahnsinn! Auch in der vergangenen Woche legten die wichtigen Aktienmärkte schon wieder spürbar zu. Diesmal gingen die US-Märkte voran. So legte der NASDAQ 100 auf Wochensicht rund 1,6 % zu, während der S&P 500 fast 1,4 % schaffte. Der DAX ließ es mit einem Zuwachs von 0,5 % etwas gemächlicher angehen. Trotzdem, seit Jahresbeginn hat der deutsche Aktienindex satte 23 % Plus gemacht. Damit ist 2019 bis jetzt ein historisch starkes Börsenjahr.  

Zuletzt stiegen sogar Problemtitel wie Bayer oder Fresenius in die Hausse ein und zogen den DAX ins positive Terrain. In den USA glänzte der Sanierungsfall General Electric mit einer Wochen-Performance von fast 13 %. Mittlerweile kaufen viele Investoren praktisch alles. 

Niemand interessiert es, dass es etwa der us-chinesische Handelskonflikt ungelöst ist, niemand interessiert es, dass wir immer noch nicht wissen, wie der Brexit funktionieren soll.  

Stattdessen erfreuten sich die Investoren an einer erneuten Senkung des Leitzinses in den USA (1,5 bis 1,75 %). Außerdem hofft man darauf, dass Finanzminister Olaf Scholz demnächst seine Schatulle öffnet und schwere staatliche Investitionen etwa in den Bereichen Digitalisierung, Bildung und Infrastruktur tätigt. Konkret ist in jedem Fall schon einmal ein Schuldenschnitt für ausgesuchte überschuldete deutsche Städte und Kommunen. Insgesamt 40 Milliarden Euro will man vor allem Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz abnehmen. Dann sind die Gebietskörperschaften wieder handlungsfähig und können ihrerseits investieren, so der Plan des Finanzministers.   

Das, so die Rechnung der Investoren, treibt auch die Volkswirtschaften in unseren Nachbarländern und damit letztlich auch die Börsen.  

Aber es gibt auch Investoren, die dem „Braten“ nicht mehr ganz trauen und sich mit Neuanschaffungen zurückhalten. So verweigert sich derzeit die US-Holding Berkshire Hathaway. Die jüngste Quartalsbilanz des US-Unternehmens offenbarte, dass das Vehikel des Warren Buffett gegenwärtig auf einem Bargeldbestand von 128 Milliarden US-Dollar sitzt. Zu Beginn des Jahres hatte Berkshire noch einige kosmetische Nachkäufe bei Apple vorgenommen. Trotzdem: Buffett will ganz offensichtlich zu den gegenwärtigen Preisen nicht mehr kaufen. Das sollte auch uns zu denken geben! 

Vor allem anerkannte Qualitätstitel des US-Kurszettels sind derweil ziemlich teuer. McDonald´s, Coca-Cola und Walmart bringen es auf satte KGVs von 26 und mehr. Bei McDonald´s etwa hat sich die Bewertung gemessen am KGV in den vergangenen 10 Jahren fast verdreifacht. Betrachten Sie hierzu bitte auch meine grafische Darstellung.

  

Ich will jetzt nicht sagen, dass wir unmittelbar vor einem Crash stehen. Niemand weiß genau, wie lange so eine finale Übertreibungsphase tatsächlich anhalten wird. Aber: Derzeit halte ich es wie Warren Buffett. Ich runde zwar einige zurückgebliebene Positionen auf, große strategische Neuanschaffungen plane ich allerdings zunächst nicht.     

 

P.S. Interessieren Sie sich für Hintergrundinfos eines Profis, die Sie ansonsten in keiner Privatanleger-Publikation finden? Dann sind Sie bei mir bzw. meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM genau richtig. Mehr Informationen dazu gleich hier! 

Es geht los: Virgin Galactic erobert Weltraum

Es geht los: Virgin Galactic erobert Weltraum

Lieber Börsianer, 

haben Sie schon Ihren nächsten Urlaub geplant? Wenn nicht, dann schauen Sie sich doch einmal das Angebot der Virgin Galactic an. Dieses Unternehmen wird Sie ab dem kommenden Jahr für rund 200.000 US-Dollar in den Weltraum befördern. Dabei hievt ein Trägerflugzeug die Rakete namens SpaceShipTwo zunächst 16 Kilometer in die Höhe. Anschließend zündet die Rakete und steigt bis auf eine Höhe von 82,7 Kilometer über dem Meeresspiegel. Hier schnallen Sie sich dann ab und erfahren für rund 6 Minuten komplette Schwerelosigkeit. Nach rund 90 Minuten setzen Sie dann wieder am Weltraumbahnhof New Mexico (Spaceport America) auf.  

Keine Frage, Virgin Galactic bzw. sein Macher Richard Branson leiten eine neue Ära in der Technikgeschichte ein. Wir erleben den Übergang von staatlichen zur privaten Weltraumfahrt. Ab jetzt werden Unternehmen wie Virgin Galactic den Weltraum kommerziell erobern.  

Einen anderen Weg verfolgt das Unternehmen des Tesla-Gründers Elon Musk. SpaceX schießt gegenwärtig zahllose Satelliten in den Orbit, um die Welt mit einem gigantischen Kommunikationsnetzwerk zu umspannen. Das Ziel: Breitbandinternet aus dem Weltall. Bereits ab 2020 sollen Teile der USA mit ultra-schnellem Weltraum-Internet versorgt werden.  

Aber Elon Musk wird im Weltall nicht ganz allein sein. Denn derzeit baut Blue Origin – ein Unternehmen des Amazon Gründers Jeff Bezos – eine ähnliche Struktur auf. Nach ersten Schätzungen entsteht hier in den kommenden Jahren eine veritable Milliarden-Branche. 

So starten Sie als Investor in den Weltraum 

Diese Frage ist folgerichtig: Wie können wir als Investor von dem neuen Weltraum-Boom profitieren? Meine Antwort: In den USA gibt es ein kleines, hierzulande bestenfalls Insidern aus der Branche bekannt, dass sich der Weltraum- und Satellitentechnik verschrieben hat. Bis jetzt arbeitet man vorwiegend für das Pentagon (US-Verteidigungsministerium). Hier produziert man Drohnen und andere unbemannte Flugkörper. Daneben entwickelt man die Steuerung für US-Spionagesatelliten und sichert die kleinen Flugkörper gegen Cyber-Angriffe von außen ab.  

Das kleine US-Unternehmen verfügt also genau über die Kompetenz, die man bei Virgin Galactic oder SpaceX braucht. Vom Antrieb, über die Steuerung bis hin zu sicheren und geschützten Kommunikation beherrscht dieses kleine US-Unternehmen, die ganze Palette, um in den nächsten Jahren zu dem Entwickler und Zulieferer der Weltraum-Branche aufzusteigen.  

Ich bin bereits seit einigen Tagen investiert, meine Leser ebenfalls. Wir starten jetzt als Anleger quasi in den Weltraum und holen uns diesen noch weitgehend unerschlossenen Pioniermarkt. 

Möchten Sie auch dabei sein? Dann melden Sie sich hier sofort für das RENDITE TELEGRAMM an und lernen Sie den führenden Satelliten- und Raketentechniker der Branche kennen. Ich übertreibe nicht: Hier finden Sie einen echten Geheimtipp, den Sie ansonsten in keinem deutschsprachigen Börsendienst finden werden.  

Drei Aktien für ein ganzes Börsenleben

Drei Aktien für ein ganzes Börsenleben

Lieber Börsianer, 

wir alle lieben unser Depot. Es wird fortlaufend gepflegt: Hier einmal einige Gewinnmitnahme, dafür an anderer Stelle einen Nachkauf usw. Wer bei der permanenten Pflege etwas Geschick an den Tag legt, steigert ohne Frage langfristig seine Performance. Das macht uns allen großen Spaß. 

Auf der anderen Seite schätzen wir allerdings auch Depotpositionen, die einmal gekauft quasi ewig halten. Hier checken wir gelegentlich einmal die Quartalszahlen und freuen uns ansonsten über regelmäßige und am besten noch steigende Dividenden 

Leider sind solche stabilen Dauerbrenner eher rar gesät. Selbst traditionsreiche Unternehmen, die teils jahrzehntelang lieferten, können mitunter schwer versagen. Die Liste dieser Enttäuschungen ist in der Tat lang. Hier finden Sie Unternehmen wie General Electric oder IBM. Aber auch der deutsche Kurszettel kennt selbst im Standardsegment einige böse Rohrkrepierer. Spontan fallen mir da die Versorger ein oder z.B. Bayer. Allen diesen Titel ist gemeinsam, dass sie lange wirklich gut funktionierten, um dann fast aus heiterem Himmel zu versagen.  

Kurzum: Die Suche nach dem perfekten Liftetime-Investment ist also durchaus anspruchsvoll. Welche Kriterien müssen solche Aktien erfüllen? 

Suchen Sie planvoll in reifen Märkten nach Burggraben-Unternehmen! 

Im Kern müssen solche Investments vor allem zwei Kategorien erfüllen: 

  1. Diese Unternehmen agieren vorwiegend in eher reifen und gut prognostizierbaren Märkten. Optimalerweise sind sie nicht konjunktursensibel und bringen ihre Produkte auch unter widrigen Umständen an den Kunden.  
  1. Diese Unternehmen verfügen über eine nahezu unangreifbare Marktposition. Es ist auszuschließen, dass irgendein ein Herausforderer das Geschäftsmodell mit geringem Kapital- und Zeitaufwand angreifen kann. Börsianer bezeichnen solche quasi unangreifbaren Unternehmen auch als Burggraben-Unternehmen. Hilfreich sind in diesem Zusammenhang vor allem auch komplexe Produkte oder Dienstleistungen.  

Ein Beispiel: Einen Onlineversand für Socken zieht heute jeder Student binnen weniger Tage hoch. Die Errichtung einer neuen Internet-Plattform ist definitiv keine Hexerei mehr. Die Unternehmenssoftware der SAP SE hingegen kopieren Sie nicht so einfach. Da brauchen Sie einen großen Stab starker Programmierer, die allesamt pro Jahr mindestens 100.000 Euro brutto verdienen wollen.     

Meine Favoriten: Bleiben wir gleich bei SAP. Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist diversifiziert und komplex. Die Kundenbasis ist stabil und anspruchsvoll. Ein Eindringen in diesen Markt ist zumindest kurzfristig für Newcomer-Unternehmen nicht zu bewerkstelligen. SAP dürfte also für uns ein geeignetes Dauerinvestment sein. Richtig ist dabei, dass SAP durchaus im Neugeschäft konjunkturanfällig ist. Denn natürlich schaffen Unternehmen in der Rezession keine neue Software an. Aber SAP profitiert daneben auch vom Bestands- oder Servicegeschäft. Hier gilt: Auch in der Krise muss mein Bestellwesen funktionieren und ergo fortlaufend gewartet werden.  

Favorit 2: Auf den ersten Blick ist der Burggraben der US-Schnellrestaurant-Kette McDonald´s gar nicht so offensichtlich. Burger braten und Pommes fritieren ist keine Hochtechnologie. Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Tatsächlich ist das US-Unternehmen einer der größeren Immobilien-Besitzer dieser Welt und lebt von der Verpachtung seiner eigenen Objekte an die Franchisenehmer. Allein der globale Immobilienbestand, der sich mehrheitlich auch noch in guten innerstädtischen Lagen befindet, dürfte rund 40 Milliarden US-Dollar wert sein. Hier gilt ein Witz unter Profis: McDonald´s hat den Burger nur erfunden, damit die Franchisenehmer immer die Mieten bezahlen können.  

Um eine vergleichbare Substanz aufzubauen brauchen Sie als Unternehmer Jahrzehnte. Es mag schon sein, dass der Big Mac nicht in jeder gastronomischen Modephase neue Rekordabsätze schafft. Langfristig freilich ist das Unternehmen unantastbar. 

Favorit 3: Für den US-Einzelhändler Walmart gilt: Gegessen und getrunken wird immer. Es ist die schiere Größe, der diesen Weltkonzern letztlich unverletzlich macht. Der Einzelhändler beschäftigt weltweit 2,3 Millionen Menschen und erzielte in den letzten 12 Monaten einen Umsatz von über einer halben Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Amazon erreichte zuletzt einen Umsatz von rund 265 Milliarden US-Dollar.  

Natürlich hat es in der Vergangenheit immer wieder Versuche gegeben, von dem Walmart-Marktanteil abzubeißen. Letztlich haben sich Herausforderer wie Aldi oder Whole Foods an der Festung Walmart aber immer die Zähne ausgebissen. Stattdessen meldete Walmart zuletzt den 19. Quartalszuwachs in Folge. Kein Konkurrent hielt mit.   

Zum Abschluss: Lebenslang-Aktien sind kurzfristig natürlich nicht unbedingt die großen Kursraketen. Aber für die schnelle Extra-Rendite haben wir ja andere Positionen, die wir, wie ich eingangs bereits erwähnte, laufend pflegen und beobachten. Die Lebenslang-Aktien haben wir für unsere nächtliche Ruhe und unseren Komfort. Denn diese Dinge braucht auch der wildeste Börsianer.

Am Himmel tobt ein Preiskrieg

Am Himmel tobt ein Preiskrieg

Lieber Börsianer,

ungeachtet aller Diskussionen über den ökologischen Fußabdruck des Fliegens wird diese Form der Fortbewegung beliebter. Immer mehr Menschen steigen ins Flugzeug. Dabei tobt über Europas Himmel ein gnadenloser Konkurrenzkampf. Alteingesessene Fluglinien kämpfen gegen immer aggressivere Angebote der Billigflieger. Der Preiskampf wird von Subventionen für Regionalflughäfen begleitet, die unter dem Deckmantel der Regionalförderung vor allem die Fluggesellschaften mit billigen Start- und Landerechten verwöhnen. Dazu kommen zahlreiche Steuerbefreiungen, wie beispielsweise auf Kerosin, die Dumpingpreise ermöglichen, mit denen nicht einmal die nationalen Bahnunternehmen mithalten können. 

Auch wenn die Subventionspolitik angesichts der Klimaziele der Regierungen absurd anmutet, ist sie doch real und verleitet die Fluggesellschaften zu hohen Risiken. Was passiert, wenn die Auslastung dann nicht wie geplant gewährleistet werden kann, haben wir am Beispiel der insolventen Air Berlin gesehen. Auch Condor stürzte in Turbulenzen, als die Muttergesellschaft Thomas Cook Pleite ging. Noch hält sich die Fluggesellschaft aber in der Luft. 

Eine Konsolidierung am Himmel steht bevor

Fakt ist: Die Luftfahrtbranche in Europa befindet sich in einer Konsolidierungsphase, um die Überkapazitäten abzubauen. Die fünf größten europäischen Fluggesellschaften kontrollieren 50% des Marktes. In den USA liegt dieser Wert bei 86%. Insofern scheint der europäische noch viel Potenzial für weitere Zusammenschlüsse zu haben. Eine Gesellschaft, die sich aktiv an der Konsolidierung der Branche beteiligt, ist die Lufthansa. Der Dax-Konzern hat bereits bei Air Berlin zugeschlagen und damit die eigene Marktposition in Deutschland gefestigt. Auch bei der angeschlagenen italienischen Alitalia will Lufthansa gerne einsteigen. Das Ziel ist es, Konkurrenz auszuschalten um höhere Preise durchzusetzen. 

Die Lufthansa steigert die Auslastung

Der Lufthansa-Konzern beförderte in den ersten 9 Monaten 111,6 Millionen Passagiere. Das waren 3,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung stieg auf 82,8%. Damit wird die Airline effektiver. Das Wachstum schlägt sich auch im Aktienkurs nieder. 

Die Aktie ist in den Aufwärtstrend zurückgekehrt

Nicht alles ist Gold, was glänzt 

Die Lufthansa will die Branchenkonsolidierung aktiv gestalten und für sich nutzen. Doch es gibt auch Probleme im Konzern. Der Billigableger Eurowings fliegt nach wie vor keine Gewinne ein. Auch die Integration der übernommenen Air Berlin gestaltet sich schwieriger als zunächst gedacht. Und zu guter Letzt greifen Billigflieger wie Ryanair und EasyJet viele einstmals lukrative Verbindungen mit Billigangeboten an. Dennoch hat die Lufthansa-Aktie das Potenzial zu deutlichen Kurszuwächsen. Insbesondere wenn die Geschäftszahlen, die am 7. November veröffentlicht werden, positiv ausfallen, oder es Fortschritte bei der Konsolidierung der europäischen Fluggesellschaften gibt.