Blutbad: Wasserstoff-Aktien werden geschlachtet

Blutbad: Wasserstoff-Aktien werden geschlachtet

Liebe Börsianer,

es ist grausam. Derzeit schlachten die Investoren die Aktien der Wasserstoff-Unternehmen. Allein auf Wochensicht sackte der europäische Wasserstoff-Index um rund 16 % ab. Was war passiert?

Zuvor hatten Ballard Power und NEL ASA sehr bescheidenes Zahlenwerk geliefert. Ballard Power etwa meldete einen Umsatzrückgang von 26 % auf 17 Millionen USD. Auch der Auftragsbestand verringerte sich im Vergleich zum Vorquartal signifikant. Noch schlimmer: Die Unternehmensführung konnte – oder wollte – das schwache Zahlenwerk nicht schlüssig erklären. So kam es, wie es kommen musste. Die Investoren wurden von Panik erfasst und drängeln sich nun am Hintereingang und schmeißen wahllos Wasserstoff-Aktien – selbst guter Qualität – auf den Markt.

Wenn Sie eine meiner Publikationen regelmäßig lesen, waren Sie gut vorbereitet. So hatte ich bereits im Februar das unvermeidbare Blutbad angekündigt und auf die überzogenen Erwartungen der Investoren bzw. die Überbewertung der Wasserstoff-Aktien verwiesen. Ich zitiere mich selbst:

„So stehen die Aktien der Branche vor einer umfassenden Korrektur. Mehr noch: Ich erwarte ein Blutbad mit allen Schikanen wie Kursrückgänge je nach Aktie zwischen 50 und 90 %. Ich erwarte, dass die Investoren der Branche nächstens den Geldhahn zudrehen und ihr Kapital in großem Stil abziehen werden. Eine Konkurswelle ist unvermeidbar.“ (RENDITE TELEGRAMM, 23. Februar 2021)

Insgesamt hatte ich in diesem Jahr dreimal vor der überhitzten Branche nachdrücklich gewarnt und zu Gewinnmitnahmen geraten. Ich hoffe, dass ich mit dieser Botschaft bei möglichst vielen Investoren durchgedrungen bin.

Wie geht es jetzt weiter? Ist die Korrektur nächstens ausgestanden?

Nein! Fundamental betrachtet haben wir die Korrektur, nachdem der Index um rund 50 % zurückgekommen ist, zwar ungefähr überstanden. Allerdings treten wir nun in eine psychologische Marktphase ein. Viele Investoren verlieren das Vertrauen in die Geschäftsmodelle der Unternehmen. Die Medien, die die Branche zuvor in den Himmel gehoben haben, werden sie nun undifferenziert verdammen und weiter in den Keller schreiben. Der Verkaufsdruck wird also in den kommenden Tagen anhalten.

Fazit: Ich rate daher unverändert zum jetzigen Zeitpunkt vom Einstieg oder Wiedereinstieg ab. Der Markt hat noch ein weiteres Korrekturpotenzial von 20 bis 25 %. Erst dann ist das Segment wirklich umfassend bereinigt. Erst dann sind die Aktien wieder mehrheitlich billig und wirklich kaufenswert.

Sie sind Wasserstoff-Investor? Trotz aller kurzfristigen Fehlschläge sind Sie von dem neuen Energieträger langfristig überzeugt? Sie glauben daran, dass die Menschheit erfolgreich aus dem fossilen Zeitalter austreten wird?

Dann kommen Sie jetzt in das RENDITE TELEGRAMM. Hier erfahren Sie, wann der Markt in die zweite (realistische) Wasserstoff-Phase eintritt. Ich stelle Ihnen meinen Aktionsplan Wasserstoff 2.0 vor und erkläre, wie auch Sie in dieser Branche endlich Geld verdienen können. Hier finden Sie weitere Infos zu diesem Thema bzw. zum RENDITE TELEGRAMM.

Eine Selbstvorstellung: Das bin ich

Eine Selbstvorstellung: Das bin ich

Liebe Börsianer,

in den vergangenen Wochen haben wieder zahlreiche Börsianer meinen täglichen Dienst Börse am Mittag für sich entdeckt. Lassen Sie mich dies zum Anlass nehmen, um mich bei Ihnen als Neuleser vorzustellen. Sicherlich interessieren Sie sich dafür, wer ich eigentlich bin und was ich bisher im Leben gemacht habe.

Ich entstamme ursprünglich einer französischen Bankiersfamilie, die im 19. Jahrhundert die Banque Dupuy de Parseval (BDP) mitbegründet hat. Diese Bank besteht heute in der siebten Generation fort und ist mittlerweile Bestandteil der französischen Bankengruppe Banque Populaire.

Die Geldanlage und die Börse waren mir also quasi in die Wiege gelegt. Mein Berufsweg war früh vorgezeichnet. Die notwendige harte Kompetenz habe ich mir in einem Studium – unter anderem der Volkswirtschaftslehre – in Augsburg und Grenoble besorgt. Kurzzeitig habe ich daneben im Stab des damaligen Finanzministers Theo Waigel gearbeitet und dabei an der Vorbereitung und Einführung des Euro mitgewirkt.

Anschließend heuerte ich als Junior-Analyst bei einem Münchener Börsendienstleister an und war dort für den US-Markt zuständig.

2003 schließlich habe ich gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen für Vermögensberatung gegründet. Heute betreue ich gemeinsam mit dem Augsburger Vermögensverwalter BB-Wertpapier GmbH Privatkunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ich habe ziemlich schnell verstanden, dass die Finanzbildung oder genereller formuliert die Aktienkultur in Deutschland seinerzeit nicht sehr ausgeprägt war. Deshalb habe ich 2011 gemeinsam mit einem Bonner Verlag den Börsendienst Der Parseval konzipiert und auf den Markt gebracht. Ich wollte erklären, wie Börse funktioniert und vor allem das Börse keineswegs immer nur spekulatives Teufelszeug ist. Ich bin der Überzeugung, dass es neben der Immobilie keine bessere Form der privaten und freien Altersvorsorge gibt.

Mittlerweile teile ich die Ergebnisse und Erkenntnisse meiner täglichen Börsenarbeit im Rahmen der Börsendienste RENDITE TELEGRAMM und Premium-Chancen mit unzähligen Privatanlegern und auch einigen Profi-Investoren. Dabei konzentriere ich mich besonders auf wachstumsstarke Unternehmen aus Zukunftsbranchen wie etwa Internet, Medizintechnik, Neue Mobilität oder etwa Künstliche Intelligenz. Hier wird gewissermaßen unsere Zukunft gemacht. Damit verdienen viele Unternehmen aus diesen Branchen sehr gutes Geld. Generell: Wir leben bereits seit über 10 Jahren in einer Phase des forcierten technischen Fortschritts und der technologischen Veränderung. Genau in diesem Zentrum verdienen Sie als Börsianer die überdurchschnittliche Extra-Rendite.

Als Analyst und Depotbetreuer, der für die Vermögen anderer Menschen zuständig ist, lernen Sie sehr schnell, was Verantwortung bedeutet. Das schlägt sich in meinen Diensten nieder. Deshalb investieren wir hier immer mindestens zur Hälfte in etablierte Marktführer der Tech-Branchen. Das erhöht die Stabilität in Ihrem Depot. Neben diesen Marktführern setze ich gezielt auf eher jüngere Unternehmen, die den Markt noch nicht erobert haben. Diese Unternehmen – im Idealfall die neue Facebook oder Amazon – verfügen über enormes Potenzial.

Aber es muss nicht immer Software oder Silicon Valley sein. So überzeugte im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen im vergangenen Jahr besonders die Aktie des digitalen Gesundheitsdienstleisters Zur Rose. Das Unternehmen aus der Schweiz bereitet sich auf die Einführung des elektronischen Rezeptes in Deutschland vor und setzt auf die Neuverteilung der Marktanteile im Apotheken-Markt. Hier holten die Leser der Premium-Chancen bis zu 345 % Kursgewinn in rund 13 Monaten.

So werden Sie jeden Tag ein besserer und erfolgreicherer Börsianer

Abschließend komme ich nochmals auf die Aktienkultur zurück. Mein Ziel ist es, über die Börse sachlich zu informieren, damit Sie als Börsianer die großartigen Chancen des Kapitalmarktes erkennen. Ich möchte, dass Sie möglichst jeden Tag aus meinen Diensten neue wertvolle Erkenntnisse ziehen, kurzum, dass Sie ein noch besserer und erfolgreicherer Börsianer werden.

Denn Börse ist großartig, und Sie profitieren davon mit meiner Hilfe.

Haben wir Corona überschätzt?

Haben wir Corona überschätzt?

Liebe Börsianer,

die Politik wählte drastische Worte. In Frankreich und Italien wähnte man sich im vergangenen Jahr gar im Krieg gegen den unsichtbaren Covid-Gegner. Hierzulande prägte Gesundheitsminister Spahn die Wendung von der Jahrhundertpandemie. Wir waren alle mächtig beeindruckt, darunter vor allem die europäischen Großbanken. So bildete man milliardenschwere Rückstellungen für erwartete Kreditausfälle. Man erwartete, dass die Schuldner ihre Verpflichtungen nicht mehr oder nur noch teilweise bedienen würden. Teils rechnete man sogar mit uneinbringbaren Totalausfällen.

Hier brachten die zurückliegenden Quartalszahlen der Kreditinstitute nun eine faustdicke Überraschung. Die europäischen Banken haben zu viel zurückgestellt. So hat etwa die französische Großbank BNP Paribas ihre Rückstellungen nun um 38 % senken können und auf diese Weise einen satten Sondergewinn generiert. Die gesamte Branche bzw. ihre Aktien haben von diesem Effekt erheblich profitiert.

Was sagt Ihnen diese kleine, aber wichtige Nebeninformation? Wir haben die Auswirkungen der Pandemie mutmaßlich überschätzt. Es verdichten sich die Anzeichen, dass die westlichen Volkswirtschaften doch nicht dauerhaft geschädigt worden sind. Weit mehr Unternehmen als bisher angenommen haben ihre Kreditverpflichtungen bedient. Zwar erleben oder werden wir sicherlich eine veritable Insolvenzwelle erleben.

Vielfach sind davon allerdings Unternehmen betroffen, die auch schon vor der Krise nicht mehr ganz fest im Sattel saßen. Wir dürfen optimistisch sein, dass das Virus keine grundsätzlich intakten Marktplayer töten wird. Anders formuliert: Die Basis bleibt unangetastet und steht zur Verfügung, damit die Wirtschaft Produktions- und Gewinnausfall des vergangenen Jahres wieder rasch aufholt.

Für uns als Börsianer ist das logischerweise eine sehr angenehme Nachricht. Sie sagt uns, dass die bisherige Erholung des Aktienmarktes durchaus auf soliden Beinen steht und dass unsere Erwartungen an die Unternehmen weitgehend realistisch und erfüllbar sind.

Bemerkung am Rande: Schauen Sie sich doch einmal als Selbstentscheider die Aktie der Allianz SE an! Der Versicherer agiert nämlich über seine Tochter Euler Hermes als Kreditausfallversicherer. Ähnlich wie die europäischen Banken dürfte Euler Hermes das Pandemiejahr weit besser bewältigt haben, als bisher angenommen. Das kann der Stoff für eine Neubewertung der Allianz-Aktie sein.

Sie brauchen für Ihr Depot noch einige unterbewertete Substanzaktien, die jetzt davon profitieren, dass der Markt zuvor die schädlichen Auswirkungen der Krise überschätzt hat? Dann schauen Sie einmal bei mir in den Premium-Chancen vorbei. Hier eilt das Substanzdepot (Dividendendepot) derzeit von einem Rekord zum nächsten. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Deutsche Eigenheime werden durch Holzmangel in den USA teurer

Deutsche Eigenheime werden durch Holzmangel in den USA teurer

Liebe Börsianer,

ich war neulich sehr überrascht, als ich mit einem befreundeten Investor sprach. Er erzählte mir, dass sich sein neues Eigenheim im Umland von Augsburg um mehrere zehntausend Euro verteuern würde. Teuerungen beim Bau sind keine Seltenheit, aber der Grund überraschte mich. Der Preis für Bauholz hat sich zwischen Vertragsabschluss und Baubeginn verdoppelt.

Das Thema hat mich nicht mehr losgelassen und deshalb habe ich etwas recherchiert. Tatsächlich ist der Markt in Deutschland wie leergefegt. Nicht nur Bauholz, sondern auch Paletten und Transportverpackungen für die Wirtschaft werden bereits knapp. Ein Grund dafür ist auch in den USA zu suchen.

In den USA wird gebaut, was das Zeug hält

US-Präsident Joe Biden will mehr als 2 Billionen Dollar für die Infrastruktur ausgeben. Mit dem gigantischen Konjunkturpaket wird der Staat marode Schulen, Straßen, Flughäfen sowie das Wasser- und Stromnetz modernisieren. Baukonzerne wie Bechtel Group, Fluor Corporation und Skanska Bau reiben sich bereits die Hände. Auch deutsche Konzerne wie Hochtiefbereiten sich bereits auf einen Auftragsrekord vor, wenn das Investitionspaket den Senat und das Repräsentantenhaus passiert.

Schon jetzt treibt der private Sektor die Baunachfrage in den USA. Nahezu alle Baukonzerne melden Rekorde beim Auftragseingang. Viele wohlhabende Amerikaner flüchten aus der Stadt, ziehen aufs Land und bauen sich dort neue Häuser. Und hier wird die verrückte Verbindung zum deutschen Markt geschlagen.

Amerikas Boom fegt deutschen Holzmarkt leer

Amerikanische Häuser werden nicht wie bei uns aus Stein gebaut. In Amerika entstehen die meisten Eigenheime aus einem Holzgerüst. Durch die hohe Nachfrage ist der Holzpreis in den USA mittlerweile so weit gestiegen, dass es sich für die deutschen Sägewerke lohnt, Holz in die USA zu verschiffen. Damit verteuert sich das Holz auch in Deutschland. Bei einigen Bauvorhaben kommt es sogar bereits zu Verzögerungen, weil die Bauunternehmen einfach kein Holz mehr beschaffen können.

Nicht alle profitieren gleichermaßen vom Boom

Der hohe Holzpreis wirkt sich derzeit noch nicht auf alle Stufen der Wertschöpfungskette aus. Waldbesitzer profitieren nicht – zumindest noch nicht. Während die Sägewerke viel Geld verdienen, steigt der Holzpreis für Waldbesitzer nur langsam. Bei großen börsennotierten Waldbesitzern wie UPM-Kymmene und Mayr-Melnhof ist deshalb im Moment noch keine Sonderkonjunktur zu erwarten.

Die Bauwirtschaft bleibt ein spannendes Feld

Ich werde die Bauwirtschaft vor allem in den USA weiter beobachten. Denn hier können sich in den nächsten Monaten spannende Anlagechancen ergeben. Wenn Joe Biden sein 2 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket durch den Senat und das Repräsentantenhaus bringt, stehen Baukonzerne vor einer jahrelangen Hochkonjunktur. Ich werde beobachten, ob wir als Anleger von dieser Entwicklung profitieren können.

Warum wir technische Innovationen oft unterschätzen

Warum wir technische Innovationen oft unterschätzen

Liebe Börsianer,

als damals zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts die ersten Autos über die Straßen rollten, wollte niemand so richtig an die Zukunft dieser Vehikel glauben. Sie waren schmutzig, laut und nicht besonders zuverlässig. Lediglich besonders wohlhabende Menschen und technikaffine Bastler interessierten sich für diese Entwicklung. Der Verkehrsalltag wurde, auch nach der Erfindung des Automobils von Kutschen und Pferdekarren dominiert. Die meisten Menschen glaubten daran, dass sich das wohl nie ändern würde. Kaiser Wilhelm II soll gesagt haben: „Ich glaube an das Pferd, das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“

Diese Geschichte lehrt uns, wie falsch die meisten Menschen die Tragweite von technischer Innovation beurteilen. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind Autos und Lastkraftwagen zur Normalität geworden. Das Pferd als Transportmittel ist hingegen zu einem Exoten für Liebhaber geworden.

Die technische Innovation schreitet seit Menschheitsbeginn immer schneller voran und keine Branche ist davor geschützt, plötzlich obsolet zu werden. Die Kunst liegt darin, diese Veränderungen frühzeitig vorherzusehen. Allerdings ist das gar nicht so einfach, denn den meisten Menschen fällt es schwer das Potential neuer Technologien zu erkennen.

Während sich viele Unternehmen auf eine spezielle Branche fokussieren, kämpfen andere gleich an zahlreichen Fronten. Ein gutes Beispiel ist Apple, das wertvollste Unternehmen der Welt. Kaum ein Konzern hat die Entwicklung moderner PCs so maßgeblich beeinflusst wie das Unternehmen aus Cupertino. Seit der Jahrtausendwände dringt Apple regelmäßig in neue Märkte vor. Mit dem iPod hat Apple die Branche für mobile Mediaplayer quasi erfunden. Mit dem iPhone revolutionierte Apple den Handymarkt und drängte die großen Player wie Nokia und Blackberry in die Bedeutungslosigkeit. Auch das iPad war das erste massentaugliche Gerät seiner Klasse.

Vor sechs Jahren hat das Unternehmen mit der Apple Watch einen neuen Markt betreten. Anfangs wurde die Computeruhr von vielen belächelt. Geringe Akkukapazität, geringe Leistung. Jetzt auch noch die Armbanduhr jede Nacht ans Ladegerät hängen zu müssen, war für viele Menschen, die erst kurz zuvor von den alten Handys mit schier ewiger Akkuleistung auf die energiehungrigen Smartphones umgestiegen sind, eine wenig geschätzte Vorstellung.

Die meisten dachten wohl, die Apple Watch wird ein Nischenprodukt für Technikfreaks. Niemand rechnete damit, dass Apple eine ernsthafte Konkurrenz für die altehrwürdige Luxusuhren oder für die Hersteller auf dem Massenmarkt werden könnte.

Wer so dachte, unterlag dem gleichen Irrtum wie einst Kaiser Wilhelm II. Innerhalb weniger Jahre stieg die Apple Watch zur meistverkauften Uhr der Welt auf. Im Jahr 2020 verkaufte Apple rund 30 Millionen Stück seiner Apple Watches. Damit verkauft das US-Unternehmen inzwischen mehr Uhren als alle Schweizer Uhrenhersteller gemeinsam.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Uhr von Apple ist konkurrenzlos, weil sie viel mehr als eine Uhr ist. Die aktuellen Modelle können nahezu alle Funktionen eines Smartphones übernehmen. Sie können telefonieren, Emails versenden oder Musik abspielen. Dies alleine würde aber nicht ausreichen, um diese Erfolgsgeschichte zu erklären. Wie bei jedem Produkt ist es Apple auch bei der Uhr gelungen, etwas Einmaliges zu erschaffen.

Die Apple Watch entwickelt sich mit rasantem Tempo zu einem bedeutenden Gesundheitsbaustein. Auf der einen Seite stehen zahlreiche Fitness- und Aktivitätsanwendungen, mit denen die Nutzer zu einer gesunden Lebensweise motiviert werden sollen. Auf der anderen Seite enthält das Gerät medizinische Diagnosewerkzeuge wie ein EKG und neuerdings eine Analyse über den Sauerstoffgehalt im Blut. Mit all diesen Tools kann die traditionelle Uhr nicht mithalten und wird früher oder später zu einem Exoten, der nur noch bei Liebhabern anzutreffen ist.

Apple ist und bleibt ein Wachstumswunder

Apple ist und bleibt ein Wachstumswunder

Liebe Börsianer,

dieses Unternehmen ist ein Phänomen. Seit Jahren wächst Apple praktisch ohne Unterlass. Ständig erwarte ich eine Wachstumsabkühlung, eine Ermüdung im Unternehmen. Und jedes Mal irre ich mich. Wie schön!

Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen jede Analystenprognose mit Leichtigkeit pulverisiert. Den Umsatz steigerte man im Vergleich zum Vorjahr um über 50 %. Ich kenne kein anderes Unternehmen dieser Größe, das immer noch so wächst, wie als wenn es ein junges und frisches Startup wäre.

Der Smartphone-Absatz brummt. Im ersten Quartal setzte Apple Geräte im Wert von 48 Milliarden USD ab. Analysten hatten lediglich mit rund 41 Milliarden USD gerechnet. Dabei erweist sich erwartungsgemäß das neue iPhone 12 als Verkaufsknüller. Immer mehr Kunden satteln jetzt um, damit sie nächstens per 5G-Standard surfen können. Zur Information: Das iPhone 12 ist das erste 5G-fähige Smartphone aus Cupertino.

Aber das starke Zahlenwerk freut nicht nur die Apple-Aktionäre, sondern schiebt gleich den Gesamtmarkt an. Denn die Aktie befindet sich mit schwerer Gewichtung in zahlreichen Leitindizes wie dem Dow Jones, NASDAQ 100 oder etwa dem MSCI World. Mit anderen Worten: Steigt die Apple-Aktie, kann am Aktienmarkt schon einmal nicht viel schief gehen.

Aber mehr noch: Apple ist ein sog. Leuchtturm-Unternehmen und sorgt für starke Nachfrage etwa nach Halbleitern oder Display-Komponenten. Zulieferer wie Qualcomm oder Intel profitieren also immer dann, wenn Apple den Absatz steigert.

Auch für das Trendthema 5G ist das US-Unternehmen von Bedeutung. Hier gilt: Der neue Mobilfunk-Standard wird erst dann ein Erfolg, wenn die Hardware-Hersteller 5G-fähige Geräte zur Verfügung stellen. Und Apple tut das nun seit einigen Monaten. Das motiviert Telekom-Unternehmen wie Vodafone, Deutsche Telekom oder AT&T den Ausbau des Netzes voranzutreiben. Dann klingeln wiederum die Kassen bei den Netzwerk-Ausstattern wie Ericsson oder Nokia. Kurzum: Apple steht im Zentrum der digitalen Welt und versorgt – ich übertreibe etwas – ganze Branchen fast im Alleingang.

Ist die Aktie jetzt ein Kauf für Sie, sofern Sie noch nicht engagiert sind? Ich bin da abergläubisch und halte deshalb an meiner vorsichtigen Einschätzung der Aktie fest. Und in drei Monaten werde ich Ihnen dann anlässlich der neuen Apple-Zahlen wieder schreiben, dass ich mich erneut (gerne) geirrt habe.

Scherz beiseite! Die Aktie ist für uns alle ein unverzichtbares Basisinvestment. Seit 2013 hebt das US-Unternehmen sogar seine Dividende regelmäßig an, sodass auch eher konservative Naturen unter uns mit dieser Aktie voll auf ihre Kosten kommen. Fazit: Wenn es eine perfekte Aktie gibt, dann kommt Apple dem ziemlich nahe.