Erste Regel: Streuen, streuen und nochmals streuen

Erste Regel: Streuen, streuen und nochmals streuen

Lieber Börsianer, 

mir sind in den letzten Tagen erschütternde Geschichten zu Ohren gekommen. Danach sollen vereinzelt Privatanleger mit der Aktie der Wirecard sechsstellig eingebüßt haben. Einige sollen sogar ihr Erbe weitgehend verloren haben. In so mancher Familie dürfte momentan der Haussegen schief hängen, weil der Mann oder die Frau die Altersvorsorge erheblich beschädigt hat.  

Auch die Handelsdaten bestätigen den Befund. In den letzten Monaten war die Aktie der Wirecard regelmäßig der meist gehandelte DAX-Titel. Derivate auf den Titel führten regelmäßig die Liste der meist gehandelten Derivate an den Börsenplätzen Frankfurt und Stuttgart an. Es war in der Tat sehr schwer, sich diesem Hype um das vermeintliche Wachstumsunternehmen aus deutschen Landen zu entziehen.  

Da stellt sich natürlich die Frage, wie kann man sich vor solchen Kursdebakeln schützen. Ich habe hier eine ernüchternde Antwort für Sie. Natürlich reduzieren Sie Ihre Fehlerquote etwa durch saubere Recherche, vernünftige Informationsquellen und ein gesundes Misstrauen gegenüber allzu wundersamen Erfolgsgeschichten. Gleichwohl wird es irgendwann jeden noch so vorsichtigen oder kompetenten Börsianer einmal richtig böse erwischen. Davor ist keiner von uns auf Dauer gefeit. So selten derartige Kursdebakel auch sind, sie gehören letztlich zum Börsengeschäft dazu.  

Trotzdem ist ein solches Kursdebakel kein Schicksal und kann mit der richtigen Taktik zumindest in seiner Auswirkung auf das Gesamtdepot wirkungsvoll begrenzt werden. Das Zauberwort heißt hier: Diversifizierung oder zu Deutsch Streuung.  

Zwei einfache Rechenbeispiele: Sie haben Ihr Depot wesentlich auf der Aktie der Wirecard aufgebaut. Am Ende machte der Titel rund 50 % Ihres Gesamtdepots aus. Dann haben Sie heute fast die Hälfte Ihres Depots verloren. 

Waren Sie hingegen vorsichtig und haben die Aktie nur mit einer Gewichtung von – sagen wir 5 % – für Ihr Depot erworben, dann haben Sie heute rund 5 % in Ihrem Depot verloren. Das ist nicht schön. Letztlich holen Sie solche wirkungsvoll begrenzten Verluste aber immer schnell auf. Ein Verlust von 50 % hingegen ist eine andere Hausnummer und verlangt nun eine Depotperformance von 100 %, um diesen Verlust wieder vollständig aufzuholen. Solche simplen Zusammenhänge muss jeder von Ihnen im Blick haben.  

Sie brauchen immer mindestens 10 Positionen im Depot 

Deshalb gilt für den erfolgreichen Börsianer immer eine Regel: Streuen, streuen und nochmals streuen. Aber ab wann gilt ein Depot eigentlich als gestreut oder gut ausgewogen? 

Ich rate Ihnen, stützen Sie Ihr Depot immer mindestens auf 10 Positionen, die sie ungefähr gleichgewichten, also mit einer Gewichtung von 10 % pro Aktie kaufen. Hier verfügen Sie dann zumindest über einen gewissen Basisschutz. Kursdebakel einzelner Aktien werden in der Praxis immer nur ein Zehntel Ihres Depots tangieren.  

Noch besser ist freilich, wenn Sie Ihr Depotvermögen auf rund 20 Positionen á 5 % verteilen. Achten Sie dabei immer auf eine ausgewogene Mischung aus Standard und eher jüngeren Wachstumsaktien. Hier sorgen dann die Wachstumsaktien für die überdurchschnittliche Rendite, während Standardaktien aus dem DAX, dem EuroStoxx 50 oder dem Dow Jones Ihnen ein Mindestmaß an Stabilität verschaffen.  

Stichwort Überdiversifizierung: Ich will Sie jetzt nicht verwirren. Freilich kann man es mit der Risikostreuung auch übertreiben. So halte ich nur wenig von Depots, die über 30 Einzelpositionen umfassen. Natürlich gilt statistisch: Je mehr Streuung, desto mehr Sicherheit. Aber solche Monster-Depots sind unübersichtlich, aufwendig in der Betreuung und liefern oftmals nicht die gewünschte Rendite. Kurzum: Hier haben Sie viel Arbeit und nur wenig Ertrag.  

Sie möchten erfahren, wie Risikodiversifizierung in der Praxis erfolgreich funktioniert? Dann schauen Sie sich einmal meinen Dienst RENDITE TELEGRAMM an. Hier finden Sie die sog. 10er-Diversifizierung vor, also rund 10 Positionen. Diesen Dienst habe ich eigens für das kleinere Depot unter 20.000 Euro konzipiert 

Kommandieren Sie hingegen einige Knöpfe mehr in Ihrem Depot, dann holen Sie sich gleich die Premium-Chancen. Hier verwirklichen Sie dann bereits eine optimale Streuung über 20 Positionen. Dabei setze ich auf rund 10 eher konservative Dividendenaktien (7%-Dividendendepot) und 10 offensive Wachstumstitel (NextGeneration-Depot). Hier schaffen Sie also eine interne Doppeldiversifizierung. Das ist dann schon quasi die hohe Schule des Depotmanagements.    

Ist Nikola am Ende die bessere Tesla?

Ist Nikola am Ende die bessere Tesla?

Lieber Börsianer, 

in den USA bahnt sich in den nächsten Monaten und Jahren im Automobilsektor eine veritable Revolution an. Es geht um nichts weniger als den Goldstandard in der Antriebstechnik. Was wird sich am Ende durchsetzen: Die Brennstoffzelle oder die Lithium-Batterie?  

Das sind die wichtigen Player: Das Lager der Lithium-Batterie-Anhänger wird natürlich von Tesla angeführt. Der große Widersacher ist das noch relativ junge US-Unternehmen Nikola, das erst in diesen Tagen wirklich durchstarten wird. Hier setzt man eindeutig auf die Brennstoffzelle. Unklar ist derzeit noch der Beitrag der konventionellen Autobauer. Hier befindet sich in jedem Fall Ford in einer vergleichsweise günstigen Startposition.  

Zunächst werden wir einige Vorgeplänkel im Segment der leichten Trucks und Pick-ups sehen. Das mag uns hier in Europa noch nicht so emotionalisieren. Für den US-Markt war und ist der Pick-Up allerdings eine ganz bedeutsame Fahrzeugklasse, in Europa vergleichbar mit der Golfklasse 

Und genau hier starten die Kontrahenten nun mit den ersten voll-elektrischen Modellen. Tesla hat das Modell Cybertruck bereits vorgestellt. Ford zieht nun nach mit dem hybriden F-150 nach, der in seiner konventionellen Variante das meistverkaufte Fahrzeug seiner Klasse ist.  

Nun kommen wir zum Herausforderer-Unternehmen, der Nikola aus Arizona. Nikola nimmt seit gestern Reservierungen für sein Modell Badger an. Noch sind nicht alle Details zu diesem Auto der Superlative bekannt. Was weiß man bisher? 

Das Wasserstoff-Auto soll unter günstigen Bedingungen eine Reichweite von fast 1.000 Kilometern schaffen. Es beschleunigt in 3 Sekunden von 0 auf 105 km/h (60 US-Meilen/Stunde). Trotz seiner Sprinterqualitäten bringt der Badger auch in der Dauerbelastung enorme Leistungen und soll als Arbeitsauto bis zu 3,6 Tonnen ohne größere Probleme ziehen.   

Der Markt der 1.000-PS-Zugmaschinen 

Ich wiederhole mich: Der Pick-Up-Markt ist in den USA ein prestigeträchtiger Leitmarkt der Automobilität. Am Ende geht es für Tesla und Nikola allerdings um mehr. Es geht um das Segment der Zugmaschinen der schwersten Klasse (Klasse 8). Diese Trucks oder Sattelschlepper wiegen allesamt mindestens 15 Tonnen und bewegen bei einer konstanten Höchstgeschwindigkeit von 105 Stundenkilometern mindestens 36 Tonnen.  

Nikola wird hier noch in diesem Jahr das Modell One auf den Markt bringen. Der Getränkekonzern Anheuser-Busch soll bereits 800 Einheiten dieses Monsters vorbestellt haben. Gleichzeitig startet Tesla vermutlich noch in diesem Jahr eine kleine Serienproduktion seines Semi Trucks. Auch dieser Lkw wartet mit Leistungsmerkmalen der Extraklasse auf und soll etwa unter Volllast (40 Tonnen Zuladung) von 0 auf 105 km/h in nur 20 Sekunden ziehen.  

Die Frage ist legitim? Warum entwickeln die US-Amerikaner keine elektrisch angetriebenen Kleinwagen, wie wir sie immer mehr in Europa vorfinden. Man denkt dort anders und letztlich sehr einfach: Wenn Du das stärkste Auto oder den stärksten Lkw der Welt baust, dann hast Du die beste Antriebstechnik, die auch im Alltag funktionieren wird, selbst in Kleinwagen.  

In den nächsten ein bis zwei Jahren werden wir also erfahren, ob die Wasserstoff-Technologie den Weg aus der Nische in die Massenproduktion und auf die Straßen finden wird. Wir erhalten mehr als nur einen Fingerzeig, ob der Antrieb der Zukunft – nicht nur bei den schweren Anwendungen – aus einer Brennstoffzelle oder einer Lithium-Batterie gespeist wird.  

Sie interessieren sich für die Mobilität der Zukunft? Sie möchten in die Wasserstoff-Technologie investieren? Dann brauchen Sie jetzt die Premium-Chancen. Erfahren Sie, wie Sie von der bevorstehenden Revolution des US-Automarktes profitieren werden! Erfahren Sie, ob sich die spektakuläre Kursrally der Nikola (+522 % in drei Monaten) und der Tesla (+125 %) fortsetzen wird. Hier holen Sie sich jetzt die Premium-Chancen! 

Wer schreibt Ihnen da eigentlich jeden Tag?

Wer schreibt Ihnen da eigentlich jeden Tag?

Lieber Börsianer, 

Sie lesen diese tägliche Aussendung regelmäßig bereits seit vielen Wochen oder Monaten. Sicherlich interessiert es Sie, wer Ihnen da eigentlich täglich schreibt. 

Ich bin mittlerweile – die Zeit rennt bekanntlich – schon ein mittelalterlicher Börsenhase und nähere mich stramm der Marke von 50 Jahren an. Meine erste Aktie habe ich ziemlich genau unter Mithilfe meiner Mutter vor 30 Jahren erworben. Dieser Kauf, die Aktie der Bremer-Vulkan-Werft, war ein ziemlich böser Rohrkrepierer. Mein gespartes Taschengeld war plötzlich ziemlich reduziert. Naja, ich schiebe die Schuld einfach einmal auf meine Mutter.  

Trotzdem hatte ich Blut geleckt und mein weiterer Weg war vorgezeichnet. Nach einem Studium in Augsburg und Grenoble heuerte ich bei einem kleinen Börseninformationsdienst in München an. Dort beackerte ich den US-Markt. So richtig spannend fand ich allerdings das Angestellten-Dasein nicht. Deshalb habe ich mich 2003 in Augsburg gemeinsam mit einem Studienkollegen als Vermögensberater selbstständig gemacht.  

Mein Start war übrigens sehr gut, schließlich lagen die Börsen seinerzeit tief im Keller. So wurde jeder Fonds, jede Aktie, die ich anfasste, zu Gold. Meine Kunden liebten mich. Und auch ich sah mich schon auf dem Weg zur Börsenlegende.  

2008 war dann erst einmal Schluss mit Börsenlegende. Die Aktienmärkte rutschten im Rahmen der Finanzkrise massiv ab. Der Euro stand auf der Kippe und weltweit kollabierten die Banken. Immerhin, diese Zeit machte mich reicher an Erfahrung.  

Für Sie analysiert ein professioneller Marktteilnehmer und kein Redakteur  

Es ist aber nicht nur eine langjährige Erfahrung, die mich auszeichnet, sondern daneben auch meine Kenntnis der Börsenpraxis. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob Sie nur über Aktien schreiben oder sie auch selbst wöchentlich handeln 

Die allermeisten meiner Kollegen sind nämlich Redakteure oder Journalisten, die eben nur über Aktien schreiben. Ich hingegen bin ein waschechter Börsenpraktiker, der Aktien und andere Wertpapiere nicht nur empfiehlt, sondern auch für seine Kunden und sich selbst kauft. Als professioneller Marktteilnehmer bewege ich doch jede Woche den ein oder anderen Euro.  

Das können Sie mir glauben: Wenn Sie bei einer Empfehlung mit im Boot sitzen, wenn Ihr eigenes Geld im Feuer steht, dann schauen Sie in der Analyse schon besonders genau hin. Von dieser Konstellation haben die Leser meiner verschiedenen Börsenpublikationen immer profitiert. 

Diese tägliche Aussendung ist quasi mein persönliches Vermögensverwalter-Tagebuch. Hier bringe ich Ihnen unter anderem nahe, wie Profis sich informieren und an der Börse arbeiten. Hier entwickle ich neue Ideen oder erkläre Ihnen, wie Sie mit bahnbrechenden Innovationen und Technologien wie etwa Künstliche Intelligenz oder dem neuen 5G-Standard Geld verdienen werden. Für Sie als ambitioniertem Anleger ist mein „Tagebuch“ Woche für Woche eine tiefe Fundgrube. 

Am besten lesen Sie meine täglichen Kommentare immer gemeinsam mit dem Monatsdienst RENDITE TELEGRAMM. Denn genau hier finden Sie zu meinen Ideen und Marktbetrachtungen konkrete Empfehlungen aus meiner Vermögensverwaltung. Mit diesem Doppel bringen auch Sie künftig Ihr Depot wie ein Profi richtig voran.  

Klicken Sie hier und finden Sie alle relevanten Informationen zu meinem Technologie-Börsendienst RENDITE TELEGRAMM! Hier erfahren Sie, wie auch Sie von den großen Trends unserer Zeit wie Künstliche Intelligenz, Elektro-Mobilität oder New Software profitieren.  

Zerstören jetzt klagewillige Aktionäre Wirecard vollständig?

Zerstören jetzt klagewillige Aktionäre Wirecard vollständig?

Lieber Börsianer, 

das ist nur menschlich. Aber ist das auch klug? Die geprellten Wirecard-Anleger wetzen jetzt die Messer und fordern Genugtuung. In den Sozialen Medien wird die Telefonnummer des aktuellen Finanzvorstands von Knoop herumgereicht, damit man sich bei dem Mann entlasten kann. Gleichzeitig rollen die ersten Musterklagen gegen das verantwortliche Personal und gegen das Unternehmen selbst an.  

Die Chancen stehen blendend, dass die Kläger in den anstehenden Verfahren klar obsiegen werden. Jeder wird zu seiner Gerechtigkeit kommen. Die Frage ist dennoch, ist das wirklich so clever? Denn Gerechtigkeit muss nicht zwingend mit Geld einhergehen.  

Zuletzt sickerte durch, dass das Bankenkonsortium die Kreditlinie über rund 1,8 Milliarden Euro für Wirecard bis Ende September verlängert hatte. In den Verhandlungen erweckte der Vorstand offenbar den Eindruck, dass die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs zumindest kurzfristig gesichert sei. Man habe nicht nach neuem Geld gefragt, so ein Vertreter aus dem Bankenkonsortium.  

Dennoch beantragte der Wirecard-Vorstand praktisch einen Tag später die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Die Gläubigerbanken wurden darüber nicht informiert und fühlen sich nun leicht verschaukelt. 

Hier drängt sich der Eindruck auf, dass der Vorstand überstürzt gehandelt hat. Offenbar will die Mannschaft um den neuen Vorstandsvorsitzenden James Freis aus der Nummer nur noch raus. Man fürchtet die anrollende Klagewelle und milliardenschwere Belastungen durch Schadensersatz. Deshalb sah man keine Perspektive mehr für das eigene Unternehmen.  

Die Aasgeier steigen auf 

In Aschheim richtet sich nun das Team des Münchner Insolvenzverwalters Michael Jaffé häuslich ein. Der Vorstand hat sich selbst kastriert und darf nun zuschauen, wie der Insolvenzverwalter das Unternehmen zerlegen wird. Den Gläubigerbanken kann es fast egal sein. Sie werden im anlaufenden Insolvenzverfahren gemeinsam mit den Anleihe-Gläubigern bevorzugt abgefunden. 

Die Eigentümer bzw. Aktionäre hingegen dürften in die leere Röhre blicken. Dabei liegt der Verdacht nahe, dass die Aktionäre gemeinsam mit ihren Rechtsanwälten eine derartige Drohkulisse aufgebaut haben, die den Vorstand wesentlich zu seinem überhasteten Insolvenzantrag verleitet hat. So leisten nun die wütenden Anleger ihren kleinen Beitrag zur vollständigen Zerstörung der Wirecard.  

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Natürlich rate ich den Geprellten nicht, auf jede rechtliche Maßnahme zu verzichten. Klüger wäre es allerdings gewesen, sich zunächst nur mit der Rolle des Wirtschaftsprüfers und des Vorstands zu befassen und dem Unternehmen selbst noch einige Monate zu lassen.  

Nun werden die Kunden in Scharen fliehen. Kein Einzelhändler wird es beruhigend finden, wenn seine Zahlungen über ein insolventes Unternehmen abgewickelt werden. Gleichzeitig steigen die Aasgeier auf. So interessiert sich angeblich Worldline aus Frankreich für das europäische Wirecard-Geschäfts. Freilich haben die letzten Ereignisse dieses Geschäft nicht unbedingt wertvoller gemacht.  

Wichtig ist jetzt, dass der Insolvenzverwalter in Aschheim Ruhe in die Causa Wirecard bringen kann. Die Rechtsvertreter der Aktionäre sollten wiederum überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, die anstehenden Verfahren bis zur bitteren Neige durchzufechten. In solchen aufgeheizten Momenten helfen uns keine Emotionen, sondern nur die kühle Abwägung. 

Spekulieren Sie noch oder investieren Sie schon?

Spekulieren Sie noch oder investieren Sie schon?

Lieber Börsianer, 

es ist nicht schwer an der Börse zu handeln, aber um wirklich erfolgreich zu sein, benötigen Sie ein paar grundlegende Kenntnisse. Eine der wichtigsten Grundlagen ist die Unterscheidung zwischen Investition und Spekulation. 

Ein Investment muss zuallererst den Kapitalerhalt sicherstellen und darüber hinaus noch eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erzielen. Wer investiert, setzt also auf Sicherheit, ohne dabei die Gewinnmöglichkeiten außer Acht zu lassen. Der Spekulant hingegen setzt alles auf eine Karte. Er sieht lediglich die Chancen, vernachlässigt dabei aber die Defensive. 

Spekulanten handeln wie eine Fußballmannschaft mit 10 Stürmern. Die Mannschaft wird haushoch verlieren, wenn der Torwart allein gegen die Angriffe der gegnerischen Mannschaft steht. So ist es auch an der Börse. Spekulanten können eine Glückssträhne haben und das ein oder andere Tor schießen und dabei riesige Gewinne erzielen, aber im nächsten Moment alles wieder verlieren.  

Investoren agieren planvoll und wollen ein Vermögen langfristig aufbauen und bewahren. Deshalb ist ihnen so wichtig, dass solide Unternehmen die Grundlage Ihrer Aktieninvestments bilden.  

Mir bereitet die ein oder andere Spekulation sehr viel Freude. Aber im Kern der Sache bin ich ein Investor. Die Spekulationen sind gewissermaßen das Salz in der Suppe, sorgen für Spannung und den ein oder anderen Extra-Gewinn. Den Großteil meines Vermögens investiere ich jedoch in wachstumsstarke Qualitätsaktien für den langfristig planbaren Gewinn.  

Die Definitionen von Investition und Spekulation stammen von Benjamin Graham. Er ist einer der Väter des Value-Investing und war der einflussreichste Lehrmeister von Starinvestor Warren Buffett. Grahams Buch „The Intelligent Investor“ gilt heute noch als absolutes Standardwerk für interessierte Anleger. Auch ich richte mich in wesentlichen Teilen meiner Anlagestrategie nach den Ratschlägen von Benjamin Graham. Selbstverständlich habe ich die ein oder andere Sache komplett modernisiert und an die heutige Zeit angepasst, aber die Kerngedanken von Grahams Definitionen von Investition und Spekulation sind auch heute noch gültig. 

Wenn Sie vorhaben an der Börse erfolgreich zu sein, dann sollten auch Sie zum Investor werden. Ich kann es gut nachvollziehen, wenn die eine oder andere vermeintliche Riesen-Chance reizt. Aber Sie sollten dennoch stets nur mit einem kleinen Teil Ihres Vermögens spekulieren. Die Gefahren für hohe Verluste sind sonst einfach zu groß. 

Ein bedeutender Anteil Ihres Depots sollte in Qualitätsunternehmen liegen. Am besten ist es, wenn diese Unternehmen in Ihrer Branche technologisch führend sind und ein hohes Wachstumspotenzial aufweisen. Zudem sollte die Bewertung noch nicht zu hoch sein. Leider wachsen solche idealen Aktien nicht an den Bäumen. Die Suche nach solchen Investments ist oftmals langwierig und zeitaufwendig. 

 

In meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM helfe ich Ihnen, solche Aktien am Markt zu finden.   

Causa Wirecard: Das ist jetzt noch zu retten

Causa Wirecard: Das ist jetzt noch zu retten

Lieber Börsianer, 

in München-Aschheim kehrt man nun die Scherben zusammen. Markus Braun ist inzwischen als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten. Auch als Großaktionär der Wirecard ist der ehemals starke Mann im Unternehmen mittlerweile Geschichte. Er musste sein Aktienpaket (rund 7 % des Gesamtkapitals) inzwischen weitgehend veräußern, da es als Sicherheit für einen Privatkredit hinterlegt war. Zuvor wurde schon dem Vorstand Jan Marsalek außerordentlich gekündigt.  

An Bord sind nun noch der neue Vorstandschef James H. Freis, Susanne Steidl als Produktvorstand und Alexander von Knoop als oberster Finanzer des Konzerns. Viel Zukunft ist auch diesen Managern nicht beschieden, da sie allesamt dem System Wirecard zuzurechnen sind. Immerhin ist das Trio  sehr um Transparenz und Aufklärung bemüht. So versorgt man die interessierte Anlegerschaft derzeit reichlich mit Ad-Hoc-Pflichtmitteilungen. In der Vergangenheit gab man sich oftmals eher wortkarg.  

Sogar die BaFin äußerte sich unlängst lobend zu den Bemühungen des teilerneuerten Vorstands. Man macht also nun reinen Tisch in der Wirecard-Zentrale, um den Weg für die Zukunft frei zu machen 

Meine Glaskugel sind gegenwärtig drei Optionen für das angeschlagene bayerische Unternehmen. 

Option 1: Die Übernahme. Es ist bekannt, dass der ehemalige Vorstandschef Markus Braun sehr technologie-affin war und ist. So rechnet man die Abwicklungsplattform der Wirecard global zu den führenden Anwendungen. Zudem verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit über 313.000 angebundene Kunden. Dazu zählen einige führende europäische Unternehmen wie das französische Telekomunternehmen Orange (vormals France Télécom) oder etwa die Fluglinie Air France-KLM. Hierzulande rechnen einige Medien auch Aldi zu den Wirecard-Kunden. Diese Information konnte ich allerdings bislang noch nicht verifizieren.  

Dennoch gilt: Die Kundenkartei der Wirecard und seine Technologie dürfte in der Branche Begehrlichkeiten erwecken. Der Preis für Wirecard ist nach dem jüngsten Kursdebakel der Aktie für die Marktführer der Branche kein Problem mehr.  

Option 2: Die Zerschlagung. Eine Komplett-Übernahme der Wirecard würde für den Übernehmer allerdings bedeuten, dass man auch die Bilanzprobleme und anstehenden Rechtsverfahren „erbt“. Das kann die Lust an der Übernahme dämpfen. So wird die Konkurrenz um Adyen, Square oder FIS möglicherweise eher an einigen Tochterunternehmen der Wirecard interessiert sein, um die schwierige Rechtsnachfolge zu vermeiden.  

Diese „Rosinenpickerei“ würde am Ende zur Zerschlagung des Unternehmens führen. Leidtragende wären die Aktionäre, die in diesem Szenario sehr wahrscheinlich gänzlich leer ausgingen. Lediglich die Gläubiger – also die Anleihen-Investoren sowie die Banken – werden in diesem Fall noch einen Teil des eingesetzten Kapitals zurückholen.     

Option 3: Der Neustart ohne Banklizenz. In diesem Szenario würde Wirecard seine EU-Banklizenz zurückgeben und auch die Erlaubnis zur Ausgabe von Kreditkarten (Visa, Mastercard und JCB International) aufgeben. Im Kern bliebe dann ein Software-Dienstleister erhalten, der sich auf die Programmierung und Entwicklung von Zahlungssystemen konzentriert, ohne dabei Kundengelder entgegenzunehmen.  

Dieses Szenario hat durchaus seinen Charme, weil Wirecard – dann unter neuem und unverbrauchtem Namenerhalten bliebe und damit auch erhebliche Vermögenswerte. Dieses Szenario spielen gegenwärtig viele Investoren bereits durch. Schließlich wurde die Aktie in den vergangenen Tagen nicht nur massenhaft verkauft, sondern eben auch massenhaft gekauft. Die Käufer setzen jetzt schon auf die neue Wirecard.  

Holen Sie sich jetzt meine ausführliche Studie zur Causa Wirecard und erfahren Sie, welche der oben aufgezählten Optionen wirklich realistisch ist. Ich erkläre Ihnen als Vermögensberater und damit als Branchenkenner, wie es nun mit dem Finanzdienstleister aus München-Aschheim weitergehen wird. Sie werden möglicherweise überrascht sein.  

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