SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen?

SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen?

Liebe Leser, 

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.  

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.  

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren: 

  1. Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar. 
  1. Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig. 
  1. Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.   

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.  

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun teilweise erneuern. Bei Unternehmen dieser Größe – Marktkapitalisierung über 120 Milliarden Euro – funktioniert eine solche Erneuerung allerdings selten binnen ein oder zwei Quartalen.  

Heute habe ich die Aktie der SAP in meine Watchlist aufgenommen. Im kommenden Jahr werde ich sie möglicherweise für das Trenddepot des RENDITE TELEGRAMM kaufen. Daneben interessieren mich IT-Dienstleister wie etwa Cancom oder SNP Schneider. Beide Unternehmen verdienen ihr Geld wesentlich mit der Implementierung der diversen SAP-Anwendungen. Eines der beiden Unternehmen sehe ich dann für das NextGeneration-Depot in den Premium-Chancen vor. Hier spielen wir dann das Comeback der SAP richtig offensiv, um maximal von der „Zwischenkrise“ in der SAP-Familie zu profitieren.  

Ich wiederhole mich: Kurzfristige sehe ich „aufregendere“ Aktien für uns. Langfristig freilich müssen wir in das Thema SAP investieren. Als Leser der Premium-Chancen und des RENDITE TELEGRAMM werde ich Sie informieren, sobald die SAP wieder ein Kaufsignal generiert hat. Bleiben Sie am Ball! Das wird sich lohnen für Sie. 

Ganz einfach: So vermeiden Sie unnötige Steuerzahlungen

Ganz einfach: So vermeiden Sie unnötige Steuerzahlungen

Lieber Börsianer, 

jeder Mensch zahlt Steuern. Und das ist auch gut so, denn damit finanzieren die Staaten Straßen, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, die Aufrechterhaltung von Ordnung und Gesetz und noch vieles mehr. Deshalb werden auch wir Investoren zur Zahlung von Steuern verpflichtet. Im Falle ausländischer Aktien halten jedoch sogar gleich zwei Staaten die Hände auf und hier gilt es aufzupassen.  

Denn sowohl das Land, in dem die Unternehmen ihren Sitz haben als auch der Fiskus an unserem Wohnort wollen unsere Kapitalerträge (Dividenden, Zinsen und Kursgewinne) versteuern. Wenn Sie beispielsweise eine US-Aktie wie Apple, Tesla Walt Disney oder Visa in Ihrem Depot haben, dann wollen sowohl die US-Behörden als auch das deutsche Finanzamt einen Teil vom Kuchen abhaben. Dabei kann es unter Umständen zu unfairer Doppelbesteuerung kommen. Und da müssen Sie aktiv werden, um kein Geld zu verschenken. 

Das Prinzip der Besteuerung von Dividenden und Kursgewinnen 

Der deutsche Staat erhebt auf alle Kapitalerträge einheitlich 25% Abgeltungssteuer. Dazu kommt noch der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, so dass die Gesamtbelastung in die Nähe von 30% steigen kann. Bei nicht in Deutschland ansässigen Aktien, behalten zunächst zusätzlich die Finanzbehörden im Herkunftsland des Unternehmens ihren Anteil ein. In den USA beträgt diese sogenannte Quellensteuer 30%.  

Wenn es ganz dumm läuft, sehen Sie also von einem Euro Dividende gerade mal 40 Cent netto, weil die beiden Staaten vorher jeweils 30% der Erträge abgezogen haben. Um solche Ungerechtigkeiten zu vermeiden, hat Deutschland mit vielen Staaten sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Dadurch reduziert sich die US-Steuer zunächst von 30 auf 15%. Und das Gute ist, dass diese 15% dann auch noch in Deutschland auf die Abgeltungssteuer angerechnet werden können. Somit bleibt die Belastung für uns Anleger genauso hoch wie wenn wir in eine deutsche Aktie investiert hätten. US-Werte werden nicht schlechter gestellt. Den Steuerrabatt erhalten Sie jedoch NICHT automatisch. Hier müssen Sie selbst aktiv werden. 

Mit diesem Formular können Sie Ihre Steuerlast senken 

Wie so oft müssen Sie einfach ein Formular ausfüllen, um in den Genuss der Steuerreduktion zu kommen. Dabei handelt es sich um das Formular W-8BEN (Certificate of Foreign Status of Beneficial Owner for United States Tax Withholding and Reporting). Viele Banken bieten die Steuerbefreiung automatisch an und lassen das Formular gleich bei der Depotanlage mitunterschreiben. Wenn das bei Ihnen nicht der Fall sein sollte, dann fragen Sie bei Ihrer Bank nach. Erst wenn das Formular unterschrieben vorliegt, wird eine Doppelbesteuerung vermieden. Denn auch wenn wir alle Steuern zahlen, um unser Gemeinwesen zu finanzieren, so sollten wir doch unser gutes Recht als Steuerzahler wahrnehmen.  

Deshalb meine Empfehlung: Vergewissern Sie sich nochmals, ob Sie das Formular W-8BEN bereits bei Ihrem Onlinebroker oder Ihrer Depotbank eingereicht haben.  

Ist Trump der Totengräber des freien Handels?

Ist Trump der Totengräber des freien Handels?

Lieber Börsianer, 

es ist bekannt, dass Donald Trump ein Verfechter von nationaler Wirtschaftspolitik ist. Sein Mantra “America first” hat er zu einem Politikstil erhoben, der die internationalen Partner regelmäßig vor den Kopf stößt. Kurz vor Ende seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten hat er jedoch noch ein Tabu gebrochen. 

Donald Trump verbietet Investitionen in chinesische Unternehmen 

Der scheidende US-Präsident zündet die nächste Eskalationsstufe im Wirtschaftskrieg mit China und verbietet seinen Landleuten die Anlage in 31 chinesische Unternehmen. Ab 11. Januar dürfen Amerikaner diese Unternehmen nicht mehr kaufen. Bis November 2021 müssen die Aktien auf der Liste sogar aus allen Depots von US-amerikanischen Investoren verschwunden sein, weil sie angeblich das chinesische Militär unterstützen und damit die Vormachtstellung der USA untergraben. 

Dabei reicht die Wirkung weit über die USA hinaus. Denn Amerikanern ist es ab November auch verboten, Anteile von Investmentfonds zu halten, welche die betreffenden chinesischen Aktien im Depot halten. Deshalb werden wohl auch viele international tätige Fonds verkaufen, wenn Sie weiterhin Geld von Amerikanern anlegen und verwalten wollen.  

Auf der Liste der Unternehmen stehen bekannte Namen wie China Mobile und China Telecom, die auch hierzulande bei Investoren beliebt sind. Es ist gut möglich, dass eine kleine Verkaufswelle einsetzt und wir diese Aktien in einigen Monaten günstiger nachkaufen können. 

Ein Tabu wird gebrochen 

Die vergangenen 70 Jahre waren von einer zunehmenden internationalen Verflechtung geprägt. Immer mehr Länder und Märkte wurden geöffnet. Der Handel florierte und mit ihm auch die internationalen Kapitalverflechtungen. Für uns Investoren öffneten sich neue Welten. Diese Zeit könnte bald vorbei sein. 

Bleibt ein Aufschrei über die neuen US-Regeln aus, sind weitere Beschränkungen vorprogrammiert. Die Verlockung für bestimmte Länder ist groß, sich abzuschotten oder, wie im Falle der USA, die Gesetzgebung für eine gezielte Wirtschafts- und Interventionspolitik zu benutzen. Es droht ein neuer Imperialismus. Als kleine Investoren sind wir diesen Verwerfungen ausgeliefert. Um nicht überrollt zu werden, müssen wir uns rechtzeitig darauf vorbereiten. 

Der Ausweg 

Eines ist sicher: Die Unternehmen mit der besten Technologie werden sich auch in Zukunft durchsetzen. Denn auf Innovationen kann kein Staat der Welt verzichten, wenn er eine wichtige Rolle spielen möchte.  

Deshalb ist es gerade heute besonders wichtig, in technologiegetriebene Geschäftsmodelle zu investieren. Zudem sollten Sie darauf achten, in welchen Ländern Sie Ihr Geld anlegen.In meinem RENDITE-TELEGRAMM helfe ich Ihnen dabei, ein krisensicheres und gleichzeitig chancenreiches Depot aufzustellen. 

Neue Megahausse oder Crash voraus?

Neue Megahausse oder Crash voraus?

Liebe Börsianer, 

es gibt eine eherne Regel am Kapitalmarkt. Danach läuft ein Marktzyklus grob gesprochen rund 10 Jahre. Zu Deutsch: Ein Markt, ganz egal ob Aktien, Gold oder etwa Öl steigt 10 Jahre lange, bevor er die Aufwärtsbewegung beendet. Einige Beispiele für solche Dekaden: Gold stieg zwischen 2001 und 2011 ohne Unterlass und trat danach in eine Korrekturphase ein. Der DAX legte zwischen 2009 und 2018 quasi wie an der Schnur gezogen zu, um anschließend in eine Seitwärtsphase einzutreten 

Diese eherne Regel kennt allerdings eine Ausnahme. Das ist die sog. Doppel-Hausse, also quasi ein Zyklus, in dem ein Markt praktisch 20 Jahre am Stück im Wesentlichen nur aufwärts strebt. Eine solche großartige Doppel-Hausse hat der Markt z.B. in den 80er- und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebt. In diesem Zeitraum legte etwa der US-Markt (S&P 500) rund 1.400 % zu.  

Es bedarf keiner vertieften Erklärung, dass in solchen Phasen Millionen- und Milliardenvermögen entstehen. Welche Faktoren sprechen nun dafür, dass der Aktienmarkt im kommenden Jahr in seine zweite Dekade einer Doppel-Hausse einsteigt? 

Pro Doppel-Hausse: Die ultralockere Geldpolitik unterstützt im Hintergrund. Es ist derart Kapital im Markt, dass jede kleine Kursdelle sofort neue Nachfrage auslöst. Ein solches Beispiel haben wir erst vor wenigen Tagen erlebt, als etwa der DAX nach einigen schwächeren Tagen wieder fulminant nach oben drehte.  

Außerdem haben die Investoren die wohl nicht ganz unrealistische Hoffnung, dass im nächsten Jahr ein wirkungsvoller Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. Und wenn wir das Virus besiegen, wird auch das Old Economy-Segment in Nordamerika und Europa wieder machtvoll anspringen. Damit würde der Aktienmarkt – anders als im laufenden Jahr – wieder auf allen Zylindern laufen. Anders formuliert: Die Hausse gewänne an Breite und stützte sich nicht mehr ausschließlich auf das Technologiesegment.  

In diesem Szenario zöge der DAX möglicherweise im ersten Quartal machtvoll über seine bisherigen Hochpunkte bei rund 13.700 Punkten hinaus. Auch andere europäische Schwach-Indizes wie der österreichische ATX hätten dann wieder reichlich Potenzial. Eine solche breit fundierte Kursbewegung kann mehrjährig anhalten.  

Das spricht gegen die Doppel-Hausse 

Das Technologie-Segment weist gegenwärtig eine historische Hochbewertung auf. Diese Bewertung lässt sich nur in einem nahezu optimalen Marktumfeld halten. Zu Deutsch: Die Unternehmen der Technologie-Branchen müssen pausenlos liefern. Ermüdet hingegen die Gewinndynamik etwa bei Amazon, Microsoft, Qualcomm oder Facebook, stehen üble Kursabschläge bevor.  

Ein Beispiel dafür ist der jüngste Rücksetzer der SAP-Aktie. Das europäische Leuchtturm-Unternehmen der Software-Branche SAP wird die Wachstumsraten der Vergangenheit absehbar nicht halten. Hier straft der Markt dann ohne Gnade sofort ab. Vor einem solchen Schicksal sind auch die US-Leuchttürme aus dem Silicon Valley nicht gefeit. Hier sehe ich durchaus Risiken.  

Möglicherweise werden wir auch nächstens erfahren, dass uns die Corona-Krise mehr Substanz gekostet hat als bisher erwartet. So sind etwa die Kassen der deutschen Arbeitslosenversicherung ziemlich leer, dafür sind die Schulden der öffentlichen Hand – nicht nur hierzulande – knackig gestiegen. Nicht wenige Skeptiker sehen zudem 2021 eine veritable Konkurswelle durch die Unternehmenslandschaft in Nordamerika und Europa rollen. Alle diese Zutaten können das Finanzsystem nochmals vor eine Zerreißprobe stellen.    

Sie sehen also, die nächsten Wochen werden für uns besonders spannend. Der Aktienmarkt steht an einer Wegscheide. Es steht die Entscheidung bevor, ob wir Teil 2 einer großartigen Hausse erleben oder ob wir in eine ausgedehnte Baisse fahren werden.  

Kommen Sie jetzt in meinen Börsendienst für junge und etablierte Unternehmen der Technologie-Branchen, damit Sie von der Doppel-Hausse nochmals richtig profitieren! Möglicherweise bleibt diese Hausse allerdings aus. Das erfahren Sie dann von mir im RENDITE TELEGRAMM, damit Sie Ihr Vermögen rechtzeitig in Sicherheit bringen. Hier finden Sie weitere Informationen zu meinem Dienst und zu meiner Arbeit.   

So bauen Sie Ihr ganz persönliches Depot, das auch wirklich zu Ihnen passt

So bauen Sie Ihr ganz persönliches Depot, das auch wirklich zu Ihnen passt

Lieber Börsianer, 

können Sie sich noch an Ihr Debut als Börsianer erinnern? Also bei mir bemächtigte sich eines Tages meine Mutter meines Sparschweins und entschied, dass es nun an der Zeit ist, dass ich zum „Investor“ werde. So schaffte sie für mich einige Aktien der norddeutschen Werft Bremer Vulkan an. 

Ein Kracher war die Aktie nicht, und so wurde sie recht bald mit spürbarem Verlust wieder verkauft. Nur wenige Monate später meldete der Schiffsbauer sogar Konkurs an.  

Damals war ich noch nicht einmal geschäftsfähig und trug also in meiner Wahrnehmung an diesem Debakel keine Schuld. Trotzdem hatte ich gleich eine wichtige Lektion gelernt. Börse ist nicht immer ganz einfach, und selbst namhafte Unternehmen können richtig versagen.  

Ich hatte verstanden, dass jedes Depot erst einmal eine breite und solide Basis benötigt. Hier setzte ich deshalb in der Folge unter anderem auf einen Fonds für japanische Aktien, eine DM-Anleihe der ungarischen Nationalbank und einen US-Technologie-Fonds.    

Apropos Technologie: Die 90er-Jahren waren eigentlich die erste Dekade, die ganz wesentlich von Unternehmen dieser Branche geprägt wurden. Unternehmen wie Microsoft, Apple oder Cisco entstanden und wuchsen rasch zu Weltunternehmen heran. In Deutschland entstand mit dem Neuen Markt ein Börsensegment für junge hoffnungsvolle Wachstumsunternehmen. Es waren für uns als Börsianer großartige Jahre, auch wenn die sog. Dotcom-Blase am Ende platzte.  

Erst bauen Sie das Fundament, dann geben Sie richtig Gas  

Ich bin als Börsianer also recht umfassend „sozialisiert“ worden. Am Anfang stand erst einmal ein kapitaler Fehlschlag, der meine Sinne für das Risiko des Marktes geschärft hatte. Etwas später hatte ich allerdings im Tech-Boom der 90er-Jahre ganz erheblich verdient. 

Folglich stelle ich auch heute als Vermögensberater jedes Depot auf zwei Beine: Einmal eben auf die eingangs angesprochene harte Basis. Hier verwende ich gerne Standardaktien aus Europa und den USA wie etwa die gestern vorgestellten Dividendenaristokraten.  

Auf dieses Fundament setze ich dann offensive Positionen, also vielversprechende Technologieführer wie etwa Facebook oder Apple. Gerne kaufe ich hier auch eher kleinere Wachstumsunternehmen aus der zweiten Reihe, die noch nicht jeder Investor kennt. Diese Aktien bringen dann den richtigen Schwung in Ihr Depot.  

Diese Frage ist gestattet: Woher sollen wir als Anleger wissen, wieviel Basistitel (in Prozent) und wieviel Wachstumsaktien wir tatsächlich brauchen? Gibt es ein objektives Verfahren, um eine optimale Depotzusammensetzung zu ermitteln?  

Es gibt hier keine pauschale Antwort. Generell gilt, das perfekte Depot gibt es nicht. Auch wenn Ihr Nachbar Ihnen pausenlos von seinem Depoterfolg vorschwärmt. Sein Depot muss nicht unbedingt auch für Sie geeignet sein. Nein, Sie entwickeln Ihr ganz persönliches Depot auf Basis Ihrer Risikoneigung. Vielleicht benötigen Sie ein ganz besonders gut ausgebautes Depotfundament, während Ihr Nachbar eher ein Zocker ist und schwerpunktmäßig auf junge Unternehmen setzt.  

Welcher Anlegertyp sind Sie? 

Der konservative und vorsichtige Typ: Buchverluste belasten Sie. Sie tun sich schwer, Verlustpositionen zu veräußern. Oftmals beunruhigt Sie die mediale Berichterstattung, sei es zum Brexit oder etwa zum italienischen Schuldenstand. Generell wünschen Sie eine harmonische Entwicklung Ihres Depots. Spektakuläre Gewinne in Einzelpositionen sind für Sie nicht alles.     

Wenn Sie sich als Anleger in dieser Beschreibung wiederfinden, setzen Sie zu mindestens 50 % auf bewährte Standardaktien aus den großen Aktien-Indizes wie etwa dem DAX oder dem S&P 500. Hier sehe ich übrigens die Chance, dass genau dieses Segment in den nächsten Monaten spürbar aufholt.  

Der offensive Investor: Sie interessieren sich für neue Technologien. Sie verlassen auch einmal gerne den ausgetretenen Pfad und suchen die Sondersituation. Auch ein deftiger Kurssturz bringt Sie nicht aus der Ruhe. Hier sehen Sie sogar eine Nachkaufgelegenheit. Sie wissen, da wo gehobelt wird, fallen Späne und kalkulieren von vorneherein einige Fehlgriffe ein. Denn Sie wissen, dass Ihre übrigen Depotpositionen diesen Verlust mehr als nur ausgleichen werden.  

Ist das Ihr Profil als Anleger? Dann gehen Sie Ihren Neigungen und Stärken nach und setzen Sie auf Unternehmen wie Qualcomm, Nvidia oder etwa Zur Rose Trotzdem: Überspannen Sie den Bogen nicht! Auch Sie brauchen einige unverwüstliche Basispositionen (ca. 25 bis 30 %), die auch dann halten, wenn Ihre Wachstumsaktien einmal versagen.  

Für alle von uns gilt: Wir nutzen immer gemäß unserer persönlichen Risikoneigung das gesamte Angebot des Kapitalmarktes. So holen wir uns gleichermaßen Stabilität wie auch Rendite ins Depot.

2021: Das ist die Gewinner-Branche

2021: Das ist die Gewinner-Branche

Liebe Leser, 

das ist keine Übertreibung. Der neue US-Präsident Joe Biden bereitet ein gigantisches Klimaschutzprogramm vor, wie es die Politik noch nie gesehen hat. Dabei soll aus allen Rohren geschossen werden. Unter dem Strich plant man Direktinvestitionen in Höhe von rund 2 Billionen USD. Gleichzeitig sollen etwa die Produzenten von Ökostrom steuerlich entlastet werden, während die Unternehmen der fossilen Branchen durch zusätzliche Abgaben „bestraft“ werden.  

Mit anderen Worten: Die USA werden ihre Volkswirtschaft unter der Präsidentschaft Biden umfassend umbauen. Das Ziel: Maximale Klimaeffizienz und maximale Emissionsfreiheit. Die USA folgen nun dem europäischen Vorbild und werden in einem Parforce-Ritt die aus ökologischer Sicht verlorenen Jahre der Trump-Ära wieder aufholen. 

Diesen Politikwechsel hatte ich bereits in der August-Ausgabe des RENDITE TELEGRAMM zutreffend vorausgesagt. Ich schrieb damals: 

Wir dürfen davon ausgehen, dass Joe Biden vor allem in der Umwelt- und Klimapolitik eine radikale Wende vollziehen wird. Biden hat dem Klimawandel den Kampf angesagt … Vor diesem Hintergrund werden in den nächsten Monaten die sog. Klimaaktien – also etwa alternative Stromerzeuger oder Solar-Unternehmen – in den Fokus der Investoren rücken.  

Dieser Fokus ist jetzt da: Nun knallen Klimaaktien rund um den Globus wie etwa Nordex, Vestas oder First Solar durch die Decke. Aktien der Neuen Mobilität wie Tesla, BYD oder VW profitieren ebenfalls.   

Aber jetzt ´mal Butter bei die Fische! Welche Maßnahmen plant Joe Biden konkret? Ich sehe bislang drei Stoßrichtungen: 

  1. E-Mobilität: In den kommenden Jahren sollen in den USA 500.000 E-Tankstellen zusätzlich installiert werden.   
  1. Immobiliensektor: Daneben soll in den USA nächstens klimaeffizient gebaut werden. 1,5 Millionen Energiehäuser sind das Ziel.  
  1. Infrastruktur: Das Schienennetz soll ausgebaut werden. Angeblich arbeitet man sogar an einem Schnellzugsystem vergleichbar mit dem französischen TGV oder dem deutschen ICE.  

Sie erkennen unschwer die enorme Dimension dieses Maßnahmenpaketes. Davon werden nicht nur die eingangs bereits erwähnten Klima-Unternehmen profitieren, sondern auch Hersteller von Dämmstoffen, Entwickler klimaeffizienter Haustechnik oder Zug- und Wagonbauer. Wahrscheinlich wird dieses Programm sogar bis in die Stahlindustrie hineinstrahlen. Ich sehe hier Chancen, dass die USA wieder einmal auf eine anständige Sonderkonjunktur zusteuern, weil eben das Klimaprogramm derart umfassend und breit angelegt wird.  

Deshalb meine Prognose: 2021 wird das Jahr der Klimaaktien. In zweiter Linie werden Unternehmen aus den Branchen Bau und Verkehrs-Infrastruktur profitieren. Die neue US-Klimapolitik ist dabei geeignet, die Konjunktur als Ganzes zusätzlich anzutreiben.  

Erlauben Sie mir abschließend noch eine persönliche Bemerkung! In der Vergangenheit wurde mir teilweise in Deutschland unterstellt, dass ich für bestimmte politische Standpunkte Partei ergreifen würde. Hier wurde ich falsch verstanden. Ich verbreite in meinen Diensten und Analysen keine (politischen) Wahrheiten. Ich suche für Sie nach neuen Trends und zeige Ihnen in meinen Diensten auf, wo Sie am Markt die Renditen finden werden. Genau das ist meine Jobbeschreibung.  

Wenn Sie mit meinen Markt- und Trendprognosen übereinstimmen, dann kommen Sie zu mir in meinen Börsendienst RENDITE TELEGRAMM. Dort finden Sie die konkreten Empfehlungen, wie Sie für sich als Börsianer diese Trends optimal ausbeuten. Dann können wir auch einmal mit einer Politik leben, mit der man unter Umständen nicht in jedem Detail übereinstimmt, oder?

Cookie-Einstellungen