Ich sitze mit Ihnen in einem Boot

Ich sitze mit Ihnen in einem Boot

Lieber Börsianer,

zweifellos gibt es im deutschsprachigen Raum viele gute Börsenbrief-Redakteure. Die hängen sich durchaus rein und schreiben „klangvoll“ über Unternehmen und deren Aktien. Freilich, das ist mir schon relativ früh aufgefallen, kaufen viele meiner Kollegen die Aktien, die sie empfehlen, selbst nicht. Ich kann über die Hintergründe dieser Kaufzurückhaltung nur spekulieren. Möglicherweise trauen doch einige meiner Kollegen ihrem eigenen Urteil nicht ganz.  

Woher weiß ich das? Jeder Börsenbrief-Redakteur ist gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, sein Depot teilweise offenzulegen. Diese Regelung gilt immer dann, wenn man die Aktien, die man empfiehlt, auch selbst für sich persönlich oder für Dritte angeschafft hat. Immer dann ist der Redakteur verpflichtet, über diesen Sachverhalt (Hinweis auf Interessenkonflikt) an geeigneter Stelle in seinem Börsendienst aufzuklären   

Wenn Sie also diesen Hinweis auf Interessenkonflikt in einem Börsendienst nicht finden, wissen Sie sofort, hier ist ein Mann oder eine Frau am Werk, die zwar über Aktien schreibt, diese allerdings nicht selbst handelt 

Was ist der Hintergrund dieser Vorschrift? Der Gesetzgeber ist der Meinung, dass ein Redakteur möglicherweise in seinem Urteilsvermögen getrübt wird, wenn er eine empfohlene Aktie auch selbst hält bzw. deren Kauf erwägt. Ich will gar nicht abstreiten, dass dieser Effekt manchmal wirken kann.  

Trotzdem bin ich der Meinung, dass ein Börsenbrief-Redakteur immer gemeinsam mit seinen Lesern ins Risiko gehen sollte. Mit anderen Worten: Nur wenn ich der Überzeugung, dass diese Aktie meinen eigenen Vermögensaufbau voranbringt, empfehle ich diesen Titel auch Ihnen zum Kauf.  

Ich kann Ihnen versichern, dass dieses Vorgehen des gemeinsamen Investierens meine Sinne für die Chancen, aber natürlich auch für die Risiken einer Aktie schärft. Denn natürlich bin ich nochmals doppelt motiviert, wenn es auch um mein Vermögen geht. 

Genau so arbeite ich in meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM. Hier stelle ich auszugsweise mein eigenes Depot bzw. jenes meiner Familie dar, dass Sie dann anschließend ganz oder teilweise nachhandeln. Sie wissen also, im RENDITE TELEGRAMM finden Sie keine Spontan-Empfehlungen eines Theoretikers, sondern immer umfassend und seriös recherchierte Empfehlungen eines erfahrenen Börsenpraktikers. Genau dieses Prinzip hebt das RENDITE TELEGRAMM von vielen anderen Diensten ab.  

Hier sitzen wir alle in einem Boot. Und ich werde schon aus wohlverstandenem Eigeninteresse immer dafür sorgen, dass dieses Boot flott bleiben wird.  

 

P.S: Das lesen Sie morgen: Nicht wenige Marktbeobachter sind der Meinung, dass die milliardenschwer aufgeblähten ETF-Fonds in den USA mittlerweile ein echtes Marktrisiko darstellen. Hier wird wahllos gekauft und auch jede Schrott-Aktie nach oben geschwemmt, sofern Sie im Index vertreten ist. Kann das wirklich gut gehen?